Zwischen goldenen Tagen und kräftigen Regenfällen

Der Oktober 2026 war überdurchschnittlich in allen Kategorien

Fotos von Annette Mokross

Gab es vor einem Jahr an dieser Stelle noch einen Oktober, der lieber ein November sein wollte zu bilanzieren, zeigte sich der zweite meteorologische Herbstmonat diesmal deutlich abwechslungsreicher: Tage mit kräftigen Regenfällen waren ebenso dabei wie sonnige Phasen, die zusammen mit der Laubfärbung für den sprichwörtlichen goldenen Oktober sorgten. Aber auch tiefhängende, hochnebelartige Bewölkung unter einem kräftigen Hochdruckgebiet, eine ganz typische Herbstwetterlage bei uns, war mit von der Partie. So war vermutlich für jeden Geschmack etwas dabei und unter dem Strich steht ein dreifaches Plus gegenüber den langjährigen Mittelwerten: Der Oktober war im Kreis Holzminden wärmer, sonniger und nasser als im Durchschnitt – eine zu dieser Jahreszeit durchaus ungewöhnliche Kombination.

Mit einer Mitteltemperatur von 11,04 °C war der Oktober 2026 an der DWD-Station in Bevern um 1,1 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020. Gegenüber dem älteren Referenzmittel der Periode von 1961-1990, deren Differenz zum jüngeren Klimamittel in keinem anderen Monat geringer ist als im Oktober, betrug das Plus 1,5 Grad. Ein Großteil der positiven Temperaturabweichung geht auf die erste Woche zurück, in der ein weiterer neuer Rekord in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen für die Zeitreihe Bevern/Holzminden notiert werden konnte: An den ersten sieben Tagen stieg die Höchsttemperatur täglich auf über 20 Grad und sorgte damit für die bisher längste Serie an warmen Tagen vom Oktoberstart an. Der Monatshöchstwert wurde am Nachmittag des 7. mit 24,2 °C gemessen.

Auch wenn sich dieses Niveau im Verlauf nicht halten ließ und die Temperaturen ab der zweiten Woche bis auf einen nochmaligen kurzen Anstieg auf 20,5 Grad genau zur Halbzeit meist im Bereich der jahreszeitüblichen Werte pendelten: Kalt wurde es im Verlauf nicht. So blieben die Höchstwerte durchweg im zweistelligen Bereich und Luftfrost wurde nicht gemessen. Nur über dem Erdboden ging es in der Nacht zum 20. zum ersten Mal in dieser Saison unter den Gefrierpunkt. Auf zwei Metern Höhe lag der tiefste Wert des Monats aus derselben Nacht bei plus 1,1 Grad.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur bei 9,1 °C und damit um gut 1,0 Grad über dem Mittelwert von 1991-2020 bzw. um knapp 1,3 Grad über dem Klimamittel von 1961-1990. Abgesehen vom höhenlagenbedingt kühleren Gesamtniveau fällt das Fazit ähnlich aus wie in Bevern: Die ersten sieben Tage sowie der 16. brachten die höchsten Tageswerte, zwei Nächte (zum 20. und 31.) brachten leichten Bodenfrost, für Luftfrost reichte es aber auch auf fast 430 m Stationshöhe noch nicht. Das tiefste Minimum in zwei Metern Höhe wurde am 31.10. mit 1,2 °C gemessen, am wärmsten war es am 7. mit einem Maximum von 19,8 °C. An acht Tagen lagen die Höchstwerte über der 15-Grad-Marke, an neun Tagen blieben sie einstellig, am niedrigsten am 24. mit 8,1 °C.

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt am Monatsersten die Front eines kräftigen Tiefs südlich von Island über Deutschland ziehen, verbunden mit kräftigen Regenfällen – obwohl bei uns am Boden Hochdruck herrschte mit Werten von über 1.020 Hektopascal (hPa). Hinter der Front konnte sich die Hochdruckbrücke wieder kräftigen und für „echtes“ Hochdruckwetter sorgen mit spätsommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein bis zum Ende der ersten Woche. Eine Drehung der Strömung auf Süd brachte den Höhepunkt der warmen Tage zum 7., aber auch die Annäherung von Tiefs aus Westen, die für einen wechselhaften und nassen Abschnitt sorgten, bevor sich erneut eine Hochdruckbrücke ausbilden konnte, die bis Monatsmitte hielt. Mit Verlagerung des Hochs und damit verbundener östlicher Anströmung gingen die Temperaturen anschließend wieder deutlich zurück, der Wettercharakter blieb wechselhaft – mal sonnig, mal stark bewölkt und gelegentlich fiel leichter Regen. Eine Rückdrehung auf West brachte neue Fronten mit stark auffrischendem Wind und kräftigem Regen im Laufe der ersten Hälfte des letzten Drittels, bevor die letzten Tage des Monats unter Hochdruckeinfluss wieder ruhiger, trocken und zeitweise sonnig verliefen – der 30.10. brachte noch einmal den goldenen Oktober, während es am anschließenden Feiertag ganztägig trüb blieb.

Formal gab es also mehr Hoch- als Tiefdruck, und doch reichte es (endlich mal wieder) für überdurchschnittliche Regensummen im Kreis. Dazu trugen neben den recht zahlreichen Niederschlagstagen – meist 20 bis 21 – vor allem die sehr ergiebigen Regenfälle am 1. und 24. bei, die mit Tagessummen von teils über 20 mm verbreitet über 40% der Monatssummen ausmachten.
Am meisten fiel diesmal in Silberborn mit gut 107 mm, was einem Plus von rund 20% gegenüber dem 30-Jahresmittel von 1991-2020 entspricht. Es folgt Amelith mit fast genau 100 mm und dahinter ein breites Mittelfeld mit eng beieinander liegenden Werten: Der Wilmeröder Berg in Polle bekam knapp 92 mm ab, Hellental und Lüchtringen je 88 sowie Ottenstein etwas über 83 und Bevern genau 83 mm. Schlusslichter sind Vorwohle und Hehlen mit je gut 74 mm.  Die Ausbeute an der Klimastation in Bevern entspricht rund 122% des langjährigen Mittelwertes.

Beim Sonnenschein konnte sich der Oktober 2026 deutlich von seinem sehr trüben Vorgänger vor einem Jahr absetzen: Reichte es damals nicht einmal für 55 Stunden, gab es in diesem Jahr mehr als doppelt so viele – fast 119. Damit wurde der Durchschnitt der Jahre 1991-2020 um fast 23% übertroffen und das Plus bei der Sonnenscheindauer fiel ähnlich deutlich aus wie beim Niederschlag – eine solche Kombination ist ein seltenes Ereignis im Oktober. In der Mehrzahl der Fälle korreliert ein sonniger Oktober mit eher wenig Regen und umgekehrt. Am meisten Sonnenschein brachte die Phase zwischen dem 2. und 7. Oktober mir fast 46 Stunden in sechs Tagen, danach wurde es schwerer für die Sonne, sich gegen die Wolken durchzusetzen. Aber ein länger trüber Abschnitt, wie er zu dieser Jahreszeit durchaus schon mal auftritt, war im Verlauf nicht dabei, dafür zwischendurch sowohl einzelne Tage mit hohen Tagessummen von acht bis über neun Stunden als auch solche, an denen sich die Sonne (fast) gar nicht zeigte. Unter dem Strich steht der immerhin viertsonnigste Oktober der letzten 30 Jahre.

Der Wind hatte vor allem im letzten Monatsdrittel in Form der Sturmtiefs Luise und Manja ein Wörtchen mitzureden. An den umliegenden DWD-Stationen mit Windmesser wurden dabei zwischen dem 23. und 25. Oktober an drei Tagen in Folge Böen zwischen Stärke 7 und 8 erreicht, an der Station in Gerzen bei Alfeld am 25.10. mit bis zu 76 km/h kurzzeitig Stärke 9. Während dieses Witterungsabschnitts erreichte der Mittelwind Stärke 4, ansonsten war er mit Stärke 2-3 unterwegs.

Deutlich mehr Spätsommer als Herbst – Regen bleibt Mangelware

Der September 2026 war wechselhaft, warm und sehr trocken

Fotos von Annette Mokross

Für die Meteorologen gehört er vollständig zum Herbst, nach dem Kalender und der Astronomie zählen gut zwei Drittel noch zum Sommer – und beim Wetter zeigt sich häufig ein Wechselspiel zwischen beiden Jahreszeiten. Die Rede ist vom September, der auch in diesem Jahr sommerliche und frühherbstliche Phasen vereinte. Dabei schlug das Pendel bei der Temperatur zur warmen Seite aus, während es in Sachen Niederschlag den nächsten Monat mit einem klaren Defizit zu bilanzieren gilt.


Diese Sätze kommen Ihnen bekannt vor? In der Tat bildeten sie bereits vor einem Jahr die Einleitung des Rückblicks auf den September 2025, und bis hierhin haben sie auch für den ersten meteorologischen Herbstmonat 2026 uneingeschränkt Gültigkeit. Nur bei der Sonnenscheindauer steht statt eines kleinen Minus im letzten Jahr nun ein leichtes Plus, da sich anders als im Vorjahr im Laufe des letzten Drittels eine klassische Altweibersommerlage mit viel Sonnenschein und sogar noch einmal hochsommerlichen Temperaturen am Monatsende festsetzen konnte.

Mit einer Mitteltemperatur von 16,23 °C war der September 2026 an der DWD-Station in Bevern um genau zwei Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020, was einem Plus von fast 2,5 Grad gegenüber der älteren Klimanorm von 1961-1990 entspricht. In der Zeitreihe Bevern/Holzminden war es der achtwärmste September seit Beobachtungsbeginn im Jahr 1934. Die ersten Tage verliefen leicht wärmer als im Durchschnitt mit Höchstwerten von etwas über 20 Grad, zum Ende der ersten Woche folgte ein deutlicher Anstieg auf das Monatsmaximum von 29,5 °C. Anschließend pendelten sich die Werte um die 20-Grad-Marke ein mit einem zwischenzeitlichen Peak nach oben genau zur Monatsmitte. Entgegen der jahreszeitlich üblichen Entwicklung konnte der Spätsommer zum Ende hin mit vier Sommertagen in Folge noch einmal deutlich zulegen und stellte mit 29 Grad am Monatsletzten einen neuen Dekadenrekord für das letzte Drittel auf. Der niedrigste Höchstwert wurde am 24. mit 17,7 °C gemessen, es folgte die kälteste Nacht mit einem Minimum von 3,4 °C in zwei Metern Höhe und 0,6 °C über dem Erdboden.

An der Wetterstation in Silberborn schloss der September mit 14,26 °C ab; das sind 1,9 Grad mehr als im Mittel von 1991-2020 und gut 2,3 Grad über dem Schnitt von 1961-1990. In der Hochsolling-Klimareihe war es der zehntwärmste September. Am wärmsten wurde es auch hier am 7. mit dem einzigen und wohl letzten Sommertag mit 26,0 Grad, insgesamt wurden neun warme Tage mit Höchstwerten von über 20 Grad gezählt. Das tiefste Maximum von 15,1 °C, gemessen am 24., sieht auf den ersten Blick nach einem unspektakulären Wert aus, tatsächlich gab es aber in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen in Silberborn seit 1983 nur in einmal einen noch höheren niedrigsten Höchstwert in einem September: Im rekordwarmen Herbst 2006. Der Tiefstwert des Monats stammt vom frühen Morgen des 25. mit 2,2 °C in zwei Metern Höhe, direkt über dem Erdboden gab es den ersten leichten Frost der Saison.

Eine Mixtur aus West-, Süd- und Hochdrucklagen

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt zu Monatsbeginn eine westliche Strömung mit wechselhaftem Wettercharakter mit vielen Wolken, nur wenig Sonnenschein und wiederholten, meist leichten Regenfällen. Zum Ende der ersten Woche sorgte eine Drehung auf Süd für einen kräftigen Warmluftvorstoß, gefolgt von einer Kaltfront und einer anschließenden Hochdruckbrücke. Zur Monatsmitte stellte sich erneut eine Westlage ein, zunächst mit kurzem Temperaturanstieg, danach war es meist nur noch mäßig warm bei einem Wechselspiel aus Sonnenschein und stärkerer Bewölkung, aus der aber nur gelegentlich wenig ergiebiger Regen fiel. Das Temperaturniveau ging zu Beginn des letzten Drittels unter nordwestlicher Anströmung zunächst noch etwas zurück, bevor sich das Hoch für ein paar Tage über uns legte und anschließend mit Verlagerung nach Osten den Weg frei machte für eine Südlage mit nochmals hochsommerlichen Temperaturen zum Monatsende. Regen fiel im letzten Drittel so gut wie gar nicht mehr, dafür nahmen die Sonnenanteile noch einmal deutlich zu.

Trockene September haben zugenommen

Gelegentlicher, aber meist unergiebiger Regen in den ersten zwei Dekaden und danach quasi durchweg trocken – das waren die Zutaten für einen weiteren Monat mit deutlichem Niederschlagsdefizit. In Zahlen liest sich das, was an den Messstellen im Kreis und den angrenzenden Orten zusammenkam, in gerundeten Millimetern (gleichbedeutend mit Litern pro Quadratmeter) so: Die höchste Monatssumme gab es mit 43 mm in Hellental, es folgen Amelith mit 42 und Silberborn mit 36 mm. Auch sonst war Schmalhans Wetterküchenmeister in Sachen Regen: Vorwohle und Hehlen meldeten je 33 mm, Ottenstein 31, Bevern 29 und Lüchtringen 27 mm; Schlusslicht war Polle mit 25 mm. Im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten fiel somit meist weniger als die Hälfte, für die Station in Bevern ergibt sich eine Quote von knapp 48% gegenüber dem Durchschnitt von 1991-2020, in Polle und Silberborn waren es sogar nur wenig über 40%. Der September 2026 festigt damit den Trend der jüngsten Vergangenheit, der deutlich abwärts gerichtet ist: In den Jahren ab 2011 nahm der durchschnittliche Septemberregen im Kreis um Rund ein Drittel gegenüber den Jahren zwischen 1991 und 2010 ab, in Bevern entspricht dies rund 24 mm. Noch markanter ist die Entwicklung im Hochsolling: In Silberborn fielen seit 2011 im Mittel nur noch 56 mm und damit 40 mm oder fast 42% weniger als in den 20 Jahren zuvor.

Leicht überdurchschnittliche Sonnenscheindauer

Die Sonne tat sich gerade zu Monatsbeginn schwer gegen oft dichte Wolken, konnte sich zum Ende der ersten Woche besser in Szene setzen und leistete nachfolgend bis zum Beginn des letzten Drittels erneut nur Teilzeit – bis dahin sah es nach einem unterdurchschnittlich sonnigen Monat aus. Doch mit dem Altweibersommer auf der Zielgeraden drehte die Bilanz zumindest noch leicht ins Plus. Am Ende standen mit ca. 154 h rund zehn Stunden mehr als im Mittel der Jahre 1991-2020. Bodennebel spielte aufgrund der Trockenheit kaum eine Rolle, dafür konnte sich unter Hochdruck hochnebelartige, also flache, tief hängende Bewölkung jahreszeitbedingt bereits hartnäckiger halten als noch im meteorologischen Sommer.

Der Wind machte sich etwas stärker bemerkbar als zuletzt. Weniger beim Mittelwind, der an den umliegenden Stationen des DWD mit Windmessung meist bei Tageswerten von Stärke zwei bis drei lag, mehr dagegen bei den Böen an manchen Tagen, vor allem im ersten Monatsdrittel am 4. und am 9., nach Südwesten hin auch am 8. mit Spitzenböen von bis zu Stärke acht.

Wetterzweiteilung im dritten Sommermonat

Die beiden Monatshälften im August 2026 zeigten unterschiedliche Gesichter

Fotos von Annette Mokross

Sehr sonnig, oft heiß und kaum Regen – so präsentierte sich das Augustwetter genau bis zur Halbzeit. Die zweite Hälfte begann mit einem Temperatursturz auf nur noch mäßig warmes Niveau und verlief deutlich wechselhafter mit einer Reihe von stark bewölkten, teils bedeckten Tagen. Auch Regen war nun häufiger mit von der Partie, allerdings fiel ein Großteil davon in lokal begrenzten, teils sehr kräftigen Schauern, was zu einer ungleichmäßigen Verteilung führte. Die letzte Woche brachte nochmals einige sommerlich warme Tage, heiß wurde es aber in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Unter dem Strich war der dritte und letzte meteorologische Sommermonat im Kreis deutlich wärmer als im langjährigen Mittel mit einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer, während es vielerorts mehr oder weniger deutlich zu trocken blieb.

Mit einer Monatstemperatur von 19,53 °C war der August 2026 an der DWD-Klimastation in Bevern um 1,3 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020; im Vergleich zur Klimaperiode von 1961-1990 betrug das Plus über 2,8 Grad. Damit war es der neuntwärmste August in der Reihe Bevern/Holzminden seit Aufzeichnungsbeginn 1934; fünf der acht noch wärmeren fallen in die Zeit ab 2015. Die erste Hälfte war geprägt von hochsommerlich heißen Phasen, die allerdings immer wieder von Kaltfrontdurchgängen unterbrochen wurden, so dass eine längere Hitzewelle ausblieb. Dennoch kletterten die Höchstwerte an acht der ersten 15 Tage über die 30-Grad-Marke, am heißesten wurde es am 14. mit 36,1 °C. Vor allem in der zweiten Woche war die Luft meist sehr trocken, was die Wärmebelastung dämpfte und zu deutlicher nächtlicher Abkühlung auf teils einstellige Tiefstwerte führte. Zuvor brachten feuchtere Luft und Bewölkung noch einmal drei sehr milde Nächte, in der wärmsten am 4. August wurde mit einem Minimum von 19,8 °C eine Tropennacht nur knapp verfehlt.

Die Umstellung hin zu mehr Tiefdruck und unbeständigerer Witterung vollzog sich im Laufe des dritten Wochenendes zur Monatsmitte, die Temperaturen sanken dabei in zwei Schritten um fast 15 Grad. Am 17. wurde mit 17,7 °C der niedrigste Höchstwert des gesamten Sommers gemessen. Anschließend lagen die Werte meist um 20 Grad, bevor ab 25. nochmals wärmere Luft aus Süden einströmte. Nach Durchzug von teils kräftigen Schauern und Gewittern erfolgte zum Monatsende wieder ein leichter Temperaturrückgang.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 17,35 °C um knapp 1,3 Grad höher als im Mittel der Jahre 1991-2020 bzw. um fast 2,7 Grad über dem Klimawert von 1961-1990. In der Hochsolling-Messreihe war es der elftwärmste August seit Beobachtungsbeginn. Wärmster Tag war auch hier der 14. mit einem Maximum von 31,8 °C, einen weiteren heißen Tag gab es am 9. mit 30,3 °C. In der deutlich wärmeren ersten Monatshälfte wurden acht Sommertage gezählt, in der zweiten nur noch einer, dafür aber zehn Tage mit einer Höchsttemperatur unter 20 Grad. Am 17. wurde mit 14,3 °C der niedrigste Höchstwert gemessen, die kälteste Nacht am 24. mit einem Minimum von 4,4 °C brachte einen ersten Vorgeschmack auf den Herbst.

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt zu Monatsbeginn eine Südwestströmung, zunächst trocken-warm, dann schwül-heiß. Ab Ende der ersten Woche wechselten sich in einer mäandernden Westlage gemäßigtere und sehr warme Luftmassen ab, bevor sich zu Beginn der zweiten Dekade ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa legte, was zu einem erneuten Temperaturanstieg in den heißen Bereich führte, zugleich trocknete die Luft unter dem Hoch deutlich ab. Zur Monatsmitte wanderte das Hoch nach Osten und machte Platz für den Wetterwechsel vom Atlantik. Mit Drehung auf Nordwest folgten unter Tiefdruckeinfluss unbeständige und nur noch mäßig warme Tage, bevor eine Südostlage die Temperaturen wieder in den sommerlichen Bereich ansteigen ließ. Mit einer Rückdrehung auf westliche Winde kam es zum Monatsende zu einem erneuten Temperaturrückgang und einer schauer- und gewitterträchtigen Tiefdrucklage, die lokal für hohe Regenmengen in kurzer Zeit sorgte.

Von solchen „Volltreffern“ profitierte im Kreis vor allem die Klimastation in Bevern, an der allein in den letzten vier Augusttagen über 40 Millimeter fielen. Zusammen mit den Regenfällen nach Monatsmitte kam hier in der zweiten Hälfte ein ganzes Monatsmittel zusammen, wodurch die sehr trockene erste Hälfte, in der es an nur drei von 16 Tagen regnete, sogar noch mehr als ausgeglichen werden konnte. Unterm Strich stand mit 78,5 mm immerhin ein Plus von knapp 10% zum langjährigen Mittel.

Dieser Wert ist allerdings nicht repräsentativ für die Region, wo die Ausbeute an allen anderen Messstellen des Kreises und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unterdurchschnittlich blieb. Ottenstein schaffte immerhin noch 66,5 mm und Vorwohle 63,4; in Lüchtringen fanden sich 57,6 mm im Messbecher, in Hehlen 54,6 und in Polle nur 49,5 mm. Viel zu trocken blieb es im klimatisch feuchteren Solling: So meldete Hellental lediglich 55,4 und Amelith 59,1 mm. Geringfügig mehr war es in Silberborn mit 62,3 mm, wo allerdings wegen der Höhenlage auch der langjährige Mittelwert mit 88,5 mm am höchsten ist, von dem nur 70% erreicht wurden.

Bei der Sonnenscheindauer gab es hingegen das fast schon obligatorische Plus, daran änderten nach einer außergewöhnlich sonnigen ersten Hälfte mit über 170 Stunden in 16 Tagen auch eine dreitägige Auszeit und anschließend durchwachsene Tageswerte nichts mehr: Die Monatssumme lag mit ca. 238 Stunden um rund 43 Stunden oder 23% über dem Mittel der Jahre 1991-2020. Damit war die Verteilung des Sonnenscheins in allen drei Sommermonaten bemerkenswert homogen auf hohem Niveau: Der Juni schaffte ebenfalls fast 238 Stunden (119%) und der Juli rund 250 (122%). Dass der „sonnenscheinärmste“ Sommermonat fast 240 Stunden schaffte, ist ein Novum in der lokalen Wettergeschichte – zuvor hatte der August 1976 diesen Titel mit 226 Stunden 49 Jahre lang verteidigt.

Der Wind blieb unauffällig im Hintergrund und wehte im Mittel meist schwach mit Stärke 2-3, in Böen gelegentlich mit Stärke 5-6. Mehr als steifer Wind (Beaufort 7) wurde als Monatshöchstwert an keiner Station des DWD mit Windmessung in der Umgebung erreicht.

Einer der wärmsten Sommer mit viel Sonnenschein

Der Sommer 2026 brachte viel Hitze und war vor allem im Solling deutlich zu trocken

Fotos von Annette Mokross

In der Nacht zum Dienstag, genau um 02:00 Uhr MESZ (Mitternacht nach UTC), verabschiedete sich der meteorologische Sommer 2026 und machte Platz für den Herbst. Eine erste Auswertung ergibt für den Kreis einen sehr warmen, teils heißen Sommer mit viel Sonnenschein bei meist unterdurchschnittlichen Regenmengen.

In den Niederungen war es nur 2003 und 2018 noch wärmer

An der DWD-Klimastation in Bevern auf 110 m lag die Mitteltemperatur mit 19,55 °C um knapp 1,8 Grad über dem Mittel der Jahre 1991-2020. In der Zeitreihe Bevern/Holzminden seit 1934 war es der drittwärmste Sommer hinter dem Rekordhalter 2003 (19,83 °C) und 2018 (19,74 °C). Am heißesten wurde es am 30. Juli mit einem Höchstwert von 37,4 °C, nachdem bereits Ende Juni erstmals so früh im Jahr die 37-Grad-Marke erreicht worden war. Es wurden vier Hitzewellen mit mindestens drei heißen Tagen in Folge gezählt, insgesamt gab es an 20 Tagen Höchstwerte von über 30 Grad – mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Mittel. Auch bei den Sommertagen mit mindestens 25 Grad Höchsttemperatur steht mit 48 ein klares Plus gegenüber dem Durchschnitt von 34. Dazu gesellte sich am 28. Juni die wärmste je gemessene Nacht mit einem Tiefstwert von 22,1 °C.

In Silberborn auf 428 m betrug die Sommertemperatur 17,2 °C, was einem Plus von gut 1,6 Grad gegenüber dem Klimawert von 1991-2020 entspricht. Hier schaffte es der Sommer „nur“ auf Platz fünf seit Beginn der Wetterbeobachtungen im Hochsolling – neben 2003 und 2018 waren auch die Sommer 2019 und 2022 noch etwas wärmer. Der Höchstwert von 34,0 °C wurde wie in Bevern am 30. Juli gemessen, unter dem Strich gab es sieben heiße und 27 Sommertage.

Meist zu trocken und viel Sonnenschein

Die Niederschlagsbilanz zeigt eine inhomogene Verteilung der Regenfälle aufgrund häufig lokal begrenzter Schauer. Dabei wurde die Station in Bevern mehrfach von Starkregen getroffen, allein zweimal in den letzten Augusttagen, so dass hier auf der Zielgeraden sogar noch das langjährige Mittel von 219 mm um einen Millimeter übertroffen werden konnte. Diese Ausbeute ist jedoch nicht repräsentativ für das Kreisgebiet: Eine vergleichbare Summe schaffte nur die Station in Hellental, dort ist allerdings das deutlich feuchtere Klima zu berücksichtigen. Weiter südwestlich war es im Solling deutlich zu trocken, so brachte es Silberborn mit 201,6 mm nur auf 73% seines langjährigen Mittels; in Amelith wurden 195 mm gemessen. Aber auch nach Nordwesten hin fiel viel zu wenig Regen, in Ottenstein waren es mit 188 mm nur ca. 78%.

Bei der Sonnenscheindauer steht hingegen ein klares Plus: In allen drei Monaten zeigte sich die Sonne über 200 Stunden lang, in Summe waren es rund 726 Stunden – ca. 129 Stunden oder 21% mehr als im Schnitt von 1991-2020. Nur fünf Sommer seit 1951 schafften noch mehr, der Rekord liegt seit 2022 bei 785 Stunden.

Im Südwesten Deutschland rekordheiß

Der Wettercharakter war neben den hochsommerlich warmen bis heißen Phasen auch immer wieder von Abschnitten mit gemäßigteren Temperaturen und stärkerer Bewölkung geprägt, weil Tiefs mit kühleren Luftmassen aus Nordwesten zumindest in der Nordhälfte regelmäßig für Abwechslung sorgen konnten. Ganz anders in der Südhälfte des Landes, wo in den Niederungen verbreitet um 40 und in der Spitze bis 56 Hitzetage gezählt wurden, davon bis zu 24 sogenannte Wüstentage mit 35 Grad und mehr. Die Karte illustriert das Südwest-Nordost-Gefälle sehr anschaulich: Während es im Nordosten teils nicht für die Top Ten der wärmsten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn 1881 reichte, gab es nach Westen und vor allem Südwesten hin verbreitet neue Rekorde. Dort war der Sommer 2026 noch heißer als der „Jahrhundertsommer“ 2003, der auf die gesamte Fläche Deutschlands gemittelt aber weiterhin den ersten Rang behält. Gut ein Zehntelgrad fehlte hier am Ende für einen neuen Rekord. Doch nachdem seit 2018 inzwischen vier der letzten neun Sommer die 19,67 °C von 2003 nicht weit verfehlten, scheint eine Ablösung nur eine Frage der Zeit.

Die Karte zeigt das deutliche Südwest-Nordostgefälle beim Temperaturranking (Quelle: https://marcelherber.github.io/climate-dashboard/)

Ein Auf und Ab bei den Temperaturen, viel Sonnenschein und wenig Regen

Der Juli 2026 war warm, sonnig und deutlich zu trocken

Blickt man über den regionalen Tellerrand hinaus auf die Temperaturverteilung der Deutschlandkarte, so fällt für den Juli nicht zum ersten Mal in diesem Jahr ein deutliches Gefälle von Südwesten nach Nordosten auf. Und diese überregionale Karte gibt auch einen Hinweis auf den Verlauf des Juliwetters im Kreis, der nicht nur geographisch etwa in der Mitte angesiedelt ist: Mal kurzzeitig heiß bis sehr heiß, zeitweise nur mäßig warm und meist irgendwo dazwischen im hochsommerlichen Bereich. Auch beim Niederschlag gab es nassere und noch deutlich trockenere Ecken im Land, dennoch wurden die langjährigen Mittelwerte vor Ort klar verfehlt. Beim Sonnenschein lag die Spannbreite zwischen knapp 200 Stunden in Ostfriesland und rund 360 Stunden im Saarland, im Kreis waren es rund 250 Stunden, was hier in die Kategorie ungewöhnlich sonnig fällt.

Mit einer Monatstemperatur von 19,39 °C war der Juni an der DWD-Klimastation in Bevern um 0,8 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020; im Vergleich zur Klimaperiode von 1961-1990 betrug das Plus fast 2,3 Grad. Was auf den ersten Eindruck nicht besonders warm erscheint, entpuppt sich beim Blick in die über 90 Jahre lange Zeitreihe Bevern/Holzminden als immerhin elftwärmster Juli. Der höchste Wert wurde am 30. mit 37,4 °C gemessen, damit lag das Maximum zum ersten Mal seit Aufzeichnungsbeginn in mehr als einem Monat im Sommer bei mindestens 37 Grad. Eine Hitzewelle von mindestens drei Tagen mit 30 Grad oder mehr in Folge blieb im Juli aber aus. Die Anzahl der heißen Tage lag mit vier im langjährigen Durchschnitt, die der Sommertage mit mindestens 25 Grad war mit 17 leicht überdurchschnittlich. Auf der anderen, der „kühlen“ Seite, steht als niedrigster Höchstwert eine 19,9 am 20.07., dem einzigen Tag, an dem die 20-Grad-Marke denkbar knapp verfehlt wurde. Die Tiefstwerte lagen oft zwischen elf und 15 Grad, von Tropennächsten wie noch Ende Juni blieben wir weit entfernt, stattdessen ging es in der ersten Hälfte des letzten Drittels mehrfach in den einstelligen Bereich mit einem Minimum von 8,2 °C.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 16,9 °C um knapp 0,5 K über dem Klimamittel von 1991-2020 und fast genau 2,0 K über dem der Jahre 1961-1990. Hier war es nur Rang 22 unter den wärmsten Julis in der Hochsolling-Historie seit Beobachtungsbeginn Anfang der 1930er Jahre. Am wärmsten wurde es am 30. mit 34,0 °C, einem von zwei heißen Tagen im Juli, bei insgesamt sieben Sommertagen. An neun Tagen bleiben die Höchstwerte unter 20 Grad, am weitesten am 19. mit 15,9 °C. In sechs Nächten wurden einstellige Tiefstwerte gemessen, am frischesten war es am frühen Morgen des 24. mit einem Minimum von 5,9 °C.

Die Analyse der Großwetterlagen über Mitteleuropa zeigt im ersten Monatsdrittel eine Dominanz nordwestlicher Strömungsmuster, nach Süden hin durchweg hochdruckgeprägt, nach Norden mit einigen über die Nordsee ins Landesinnere ablaufenden Störungen. Für uns ergab sich daraus eine wechselhafte und ab 4. von überwiegend starker Bewölkung geprägte Witterungsphase mit gelegentlichen, meist unergiebigen Niederschlägen auf mäßig warmem bis warmem Temperaturniveau. Daran schloss sich mit auf Nordost bis Ost drehender Strömung die stabilste Phase und wärmste Phase bis kurz nach Monatsmitte an, bei der einzelne Schauer und Gewitter für lokal sehr unterschiedliche Regenmengen sorgten. Mit Rückdrehung auf die Großwetterlage Nordwest gab es ab 18. einen Temperaturrückgang auf Höchstwerte von 20 bis 24 Grad bei zunehmender Bewölkung. In der letzten Woche führten zunächst westliche, dann südwestliche Winde wieder wärmere und zum Monatsende sehr heiße Luft heran, begleitet von einigen sehr sonnigen Tagen, aber auch von einem kurzen Frontdurchgang unterbrochen.

Ein weiterer zu trockener Monat

Nachdem sich die Situation in Sachen Trockenheit durch den recht nassen Juni vorübergehend etwas entspannt hatte, verfehlte der Juli sein Niederschlagsmittel an allen Messstellen im Kreis deutlich. Sowohl was die Anzahl der Regentage als auch die wichtigeren Monatssummen angeht, muss wie so oft in den letzten anderthalb Jahren ein Minus bilanziert werden. Lokal eng begrenzte Schauer sorgten wie in vielen Sommermonaten für eine inhomogene Verteilung im Kreisgebiet und den angrenzenden Ortschaften. Am meisten fiel noch in Hellental mit 59,4 mm, dann folgt schon die Klimastation in Bevern mit 47,4 mm, was nur rund 59% des dortigen Mittels von 1991-2020 entspricht. Wenige Kilometer südwestlich gab es noch deutlich weniger: 28,8 mm in Holzminden und 31,6 in Lüchtringen. Sogar nur 27,7 mm fielen im gewöhnlich nassen Amelith, Silberborn schaffte zwar 45,4 mm, verfehlte damit aber sein Klimamittel um 58 mm oder 54%. Ottenstein meldete 42,9 und Vorwohle 42,4 mm. Aus Hehlen liegen keine vollständigen Daten vor.

Die Sonne zeigte sich erneut länger als im langjährigen Durchschnitt und schien ca. 250 Stunden lang über dem Kreis – ein Plus von rund 45 Stunden oder 22% im Vergleich zum Mittel von 1991-2020. Damit war der Juli 2026 der sonnenscheinreichste seit 2018 und der zehntsonnigste seit Beginn der Sonnenscheinaufzeichnungen 1951. Auf eine längere trübe Phase mit nur knapp 21 Stunden in sechs Tagen vom 4.-9. Juli folgte der stabilste und sonnigste Abschnitt mit rund 97 Stunden an den acht nachfolgenden Tagen. Dem schlossen sich wieder mehrere sonnenscheinarme Tage an und das letzte Monatsdrittel war geprägt von einem Auf und Ab im Zwei-Tages-Rhythmus.

Der Wind war im Mittel zwar meist nur schwach unterwegs, machte sich in Böen aber deutlicher bemerkbar als zuletzt, nicht so sehr wegen deren Spitzengeschwindigkeit, sondern vielmehr wegen der ungewöhnlich vielen Tage, an denen sie Stärke 6 erreichten, was an den meisten Stationen an rund der Hälfte der Tage der Fall war. Dabei ist zu beachten, dass diese Stationen sehr frei gelegen sind, da nur so eine korrekte Erfassung des Windes möglich ist. In bebauten Gebieten wird der Wind abgelenkt und abgeschwächt, so dass die an den Wetterstationen gewonnen Messwerte sich je nach Bebauung recht deutlich von denen im eigenen Garten unterscheiden. Eine potenziell gefährliche Druckwelle zog im Laufe des 30.07. von Südwest- nach Nordostdeutschland und sorgte im Vorfeld für Sturm-, teils auch Orkanwarnungen. Im Landkreis blieb es bei einigen umgestürzten Bäumen und Sträuchern und bei kurzzeitigen Böen der Stärke 7-8.

Auf eine durchwachsene erste Hälfte folgte das große Schwitzen

Der Juni 2026 war der zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn

Fotos von Annette Mokross

Gut zwei Wochen sah es so aus, als gäbe es nichts Außergewöhnliches zu berichten über den ersten meteorologischen Sommermonat: Unbeständiges und mäßig warmes West- und Nordwestwetter mit kaum gänzlich trockenen Tagen und eher wenig Sonnenschein prägte den Juni bis kurz nach Monatsmitte. Anschließend breitete sich von Südwesten Hochdruck mit rasch kräftig ansteigenden Temperaturen bis hin zu neuen Hitzerekorden im Kreis aus. Am Ende verfehlte der Juni in den tiefer gelegenen Orten den Temperaturrekord von 2019 nur knapp, stellte aber neue Bestmarken bei heißen Tagen und Höchstwerten auf. Auch bei der Sonnenscheindauer reichte es noch für ein deutliches Plus gegenüber den langjährigen Mittelwerten und kräftige Gewitterschauer zum Monatsende sorgten dafür, dass es auch die Niederschlagsmengen überdurchschnittlich ausfielen.

37,0 °C – so heiß wie noch nie in einem Juni

Mit einer Monatstemperatur von 19,73 °C war der Juni an der DWD-Klimastation in Bevern um 3,11 Kelvin wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020 – ganze acht Hundertstel weniger als beim Rekord vor sieben Jahren. Im Vergleich zur Klimaperiode von 1961-1990 betrug das Plus sogar 4,14 K. Lange deutete nichts auf eine Rekordjagd hin, die ersten 16 Tage brachten nur einen meteorologischen Sommertag, ansonsten pendelten die Höchstwerte meist um die 20-Grad-Marke herum. Nachts und am frühen Morgen wurde es in dieser Phase oft frisch, die Tiefstwerte lagen zur Hälfte leicht über zehn Grad und zur Hälfte blieben sie einstellig. Die markante Umstellung vollzog sich zum 18. mit einem Satz der Höchstwerte über die 30-Grad-Marke, sieben weitere heiße Tage sollten folgen, aufgeteilt in zwei Blöcke von drei und fünf Tagen – so viele wie nie zuvor in einem Juni. Die zwischenzeitliche „Abkühlung“ ließ die Werte nur knapp unter 30 Grad fallen, so dass die Hitzewelle nach der Definition des tschechischen Meteorologen Jan Kysely bis zum Monatsende anhielt. Am 26. und 27. gab es zudem mit 36,1 und 37,0 °C an zwei aufeinanderfolgenden Tagen neue Juni-Rekorde bei den Höchstwerten in Bevern.

Doch nicht nur die Temperaturen tagsüber sorgten für eine starke Wärmebelastung, auch die zunehmende hohe Luftfeuchte wurde zu einem Problem: Lagen die Taupunkte schon in den Tagen zuvor oft um 20 Grad, stiegen sie am 27. im Laufe des Nachmittags auf bis zu fast unerträgliche 26 Grad. Dazu kamen zwei für die Region seltene Tropennächte hintereinander, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlte, darunter in der Nacht zum 28. mit 22,1 °C das höchste je gemessene Minimum.

Seltene Hitzewelle im Hochsolling

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 17,4 °C ebenfalls um 3,1 K über dem Klimamittel von 1991-2020 und um 4,1 K über dem der Jahre 1961-1990. Hier war es nach 2019 und 2021 der drittwärmste Juni seit Beobachtungsbeginn. Bis Monatsmitte kletterten die Höchstwerte an nur drei Tagen über 20 Grad, bevor auch im Hochsolling der Hochsommer ungewöhnlich früh einzog und ab 18. für elf meteorologische Sommertage mit mindestens 25 Grad in Folge sorgte. Darunter befanden mit drei heißen Tagen am Stück eine der an diesem Standort noch immer sehr seltenen Hitzewellen sowie mit 33,4 °C ein neuer Junirekord. Auch hier bleiben die Nächte zum 27. und 28.06. tropisch warm.

„Heat Dome“ im letzten Monatsdrittel

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa illustriert die deutlich unterschiedlichen Monatshälften: West- und Nordwestlagen mit überwiegendem, im Verlauf abnehmendem Tiefdruckeinfluss dominierten die ersten gut zwei Wochen, zum 18. erfolgte die Umstellung auf eine Südwestlage, mit der die heiße Luft aus Spanien und Frankreich ihren Weg zu uns fand. Diese Luftmasse wurde anschließend unter einem Hoch über Mitteleuropa „gefangen“, es bildete sich ein sogenannter Heat Dome aus (übersetzt in etwa: Hitzeglocke). Unter einem hochreichenden Hochdruckgebiet mit einer besonders stabilen Omega-Struktur in der Höhe kommt es unter Absinken zu Wolkenauflösung, die ungehinderte Sonneneinstrahlung lässt die Temperaturen zusätzlich weiter ansteigen (ausführlicher unter https://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2026/5/26.html). Unter dieser Glocke breitete sich die Hitze über ganz Deutschland aus und erreichte am letzten Juniwochenende ihren Höhepunkt mit einer Reihe von neuen Rekorden, darunter einer bislang unvorstellbaren Anzahl von 40er-Höchstwerten im Netz des DWD bis hin zum neuen Deutschland-Allzeitrekord von 41,8 °C in Drewitz im östlichen Sachsen-Anhalt. Sogar auf der Hochseeinsel Helgoland in der Nordsee wurde erstmals seit Beobachtungsbeginn 1874 mit 30,4 °C ein heißer Tag gemessen, und auch an Deutschlands nördlichster Station in List auf Sylt wurde mit 31,0 °C ein neuer Junirekord erzielt. Erst das „Kippen“ des Omega-Hochs nach Osten öffnete in den letzten Tagen des Monats die Tür für eine erste Kaltfront mit teils sehr kräftigen Gewitterschauern und einer Abkühlung aus Nordwesten.

Viel Regen in der Südhälfte des Kreises

Diese lokal unterschiedlich intensiven Schauer zum Monatsende und die tiefdruckgeprägte erste Hälfte sorgten für eine weitgehend positive Niederschlagsbilanz an den Stationen im Kreis und an seinen Grenzen mit den höheren Werten in der Südhälfte. An der Klimastation in Bevern wurde mit 94,3 mm ein Plus von 40% zum Mittel der Jahre 1991-2020 gemessen, davon fiel fast ein Drittel in den frühen Morgenstunden des 29.06. während einer durchziehenden Gewitterlinie. Spitzenreiter bei den Summen waren die Orte im und am Solling: So fielen in Amelith 108 mm, in Hellental 106 und in Silberborn 103 mm – rund ein Viertel mehr als im langjährigen Durchschnitt. In Lüchtringen wurden 102 mm gemessen, in Polle 94, in Vorwohle 85,5 und in Ottenstein und Hehlen immerhin noch 78 bzw. 74,5 mm.

Fast 240 Stunden Sonnenschein

Die Sonne zeigte sich wie schon in den Vormonaten länger am Himmel als im Durchschnitt und schien ca. 238 Stunden lang über dem Kreis – das sind 38 Stunden bzw. fast 20% mehr als im Mittel von 1991-2020. Dabei war die erste Hälfte mit 74,5 Stunden sogar noch klar unterdurchschnittlich ausgefallen, doch der Wetterwechsel drehte auch hier die Bilanz noch komplett um. Vom 24.-26. herrschte fast ungetrübter Sonnenschein mit Tagessummen von etwas über 15 Stunden. Vollständig trüb ohne Sonnenschein blieb kein Tag in diesem Juni – auch das sah bis vor ein paar Jahren meist noch anders aus. Die Zunahme des Sonnenscheins in jüngerer Vergangenheit scheint nachhaltig zu sein: Beträgt das Mittel der Jahre 1991-2020 noch 199 Stunden, sind es in den letzten zehn Jahren bereits 240.

Der Wind war im Gegensatz zu den anderen Parametern unauffällig und wehte im Mittel meist mit Stärke 2-3, in Böen häufig mit 4-5 und nur an wenigen Tagen kurzzeitig in der Spitze mit Stärke 6-7. Lokal sind stärkere Böen vor allem während des Durchzugs von Gewittern am 21.06. nicht ausgeschlossen.

Neue Juni-Temperaturrekorde

Die DWD-Station in Bevern meldet den zweiten Temperaturrekord innerhalb von 24 Stunden: Mit 37,0 °C wurde am gestrigen Samstag der erst am Vortag aufgestellte höchste Messwert in einem Juni nochmals um 0,9 K übertroffen. Die 36,1 °C vom Freitag hatten die Bestmarke von 35,2 °C vom 30.06.2019 abgelöst.

Auch an der Station in Silberborn brachte der Samstag einen neuen Juni-Rekord. Mit 33,4 °C war es genau ein Grad wärmer als am 30.06.2019.

Der Aufzug dichter Wolken am Nachmittag verhinderte noch höhere Werte an beiden Standorten. Die Prognosen für Bevern hatten nahe des Allzeitrekords vom 20.07.2022 gelegen, als 38,7 °C gemessen wurden.

Auch bei den nächtlichen Tiefstwerten gab es neue Spitzenwerte: An beiden Stationen wurden zwei Tropennächte in Folge gemessen. In der Nacht zum Samstag betrug das Minimum in Bevern und Silberborn jeweils 20,9 °C, in der Nacht zum Sonntag fielen dann mit Minima von 22,1 °C in Bevern und 22,9 °C in Silberborn Rekordmarken. Für die Zeitreihe Bevern/Holzminden war es sogar die wärmste Nacht seit Aufzeichnungsbeginn, in Silberborn immerhin die mit Abstand wärmste Nacht in einem Juni und die zweitwärmste seit Beobachtungsbeginn am Standort 1983. Hier hält weiterhin die Nacht zum 9. August 1992 den Allzeitrekord mit 23,5 °C.

Vom Sommer in die „Eisheiligen“ und zurück

Der Mai 2026 brachte kühle und sehr warme Phasen, viel Sonnenschein und endlich ergiebigen Regen

Fotos von Annette Mokross

Ein sommerlicher Start, ein bereits hochsommerlicher Abschnitt mit dem ersten 30er in der dritten Dekade und dazwischen eine ganze Reihe von kühlen Tagen – der diesjährige Mai reizte die Variabilität des mitteleuropäischen Klimas voll aus und lud zum Anbaden in den Freibädern (wo sie denn schon geöffnet hatten) ebenso ein wie er wohl in vielen Wohnungen und Häusern nochmals die Heizungen warmlaufen ließ. Unter dem Strich bilanzierte der dritte und letzte meteorologische Frühjahrsmonat mit einem moderaten Plus bei der Temperatur und – in dieser Kombination nicht alltäglich – mit deutlich überdurchschnittlichen Sonnenschein- und Niederschlagssummen. Während in anderen Regionen Deutschlands in diesem Frühjahr teils Rekordtrockenheit vermeldet wurde, lag der Landkreis im Mai innerhalb eines sehr regenreichen Streifens über der Mitte, so dass mancherorts sogar noch das Jahreszeitenmittel beim Niederschlag übertroffen werden konnte.

Mit einer Monatstemperatur von 14,08 °C war der Mai 2026 an der DWD-Klimastation in Bevern um 0,56 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020, im Vergleich zur Klimaperiode von 1961-1990 betrug das Plus 1,6 Grad. Das verlängerte Wochenende zu Beginn brachte die ersten meteorologischen Sommertage des Jahres, nur drei Tage später lagen die Höchstwerte kaum noch über zehn Grad. An das vorübergehend wieder wärmere zweite Wochenende schloss sich beginnend am 11. eine längere kühle Phase an, erst nach Monatsmitte wurde es zögernd wärmer, für 20 Grad reichte es aber in der gesamten zweiten Dekade nicht. Dafür fielen die Tiefstwerte bis in den niedrigen einstelligen Bereich – nach landläufiger Meinung hatten wir es also mit sehr pünktlichen „Eisheiligen“ zu tun.
Doch deren Terminierung auf die Zeit vom 11. bis 14. Mai im Norden und bis 15. Mai im Süden stammt noch aus dem Mittelalter zu Zeiten des Julianischen Kalenders und müsste heute – Schaltjahresverschiebungen inbegriffen – zwei Wochen später liegen, und das war die wärmste Phase in diesem Mai. Betrachtet man die letzten einhundert Jahre, lassen sich keine Hinweise auf auffällige Kälterückfälle in einem bestimmten Zeitraum im Mai finden. Gemittelt ist – wie aufgrund der jahreszeitlichen Entwicklung zu erwarten – der 1. Mai der kälteste, der 31. der wärmste Tag und dazwischen liegt ein fast linearer Anstieg. Blickt man auf deutlich kürzere Zeiträume von wenigen Jahren oder auf ein konkretes Jahr, ergeben sich aufgrund der bereits angesprochenen Variabilität unseres Klimas mitunter deutliche Schwankungen.
Auf die sehr kühle zweite Dekade folgte eine der wärmsten dritten seit Aufzeichnungsbeginn. Die Höchstwerte lagen nun durchweg über 20 Grad, darunter waren sechs Sommertage und am 26. mit einem Maximum von 30,8 °C auch der erste heiße Tag des Jahres.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 12,01 °C ebenfalls um 0,56 K über dem Klimamittel von 1991-2020 und um 1,6 K über dem der Jahre 1961-1990. Für einen meteorologischen Sommertag reichte es auf 430 m Höhe erstmals am 23.05., dem noch zwei weitere folgten. Der Höchstwert wurde am 26. mit 27,3 °C gemessen, am kühlsten blieb es tagsüber am 7. mit einem Maximum von nur 6,8 °C. An insgesamt fünf Tagen reichte es nicht für die Zehn-Grad-Marke. Auffällig waren die tiefen Minima in der zweiten Dekade, so schrammte die Nacht zum 15. mit 0,3 °C in zwei Metern Höhe nur knapp am Luftfrost vorbei und es wurde um die Monatsmitte herum wiederholt leichter Bodenfrost gemessen. Und auch kurz vor Monatsende ließ eine sehr frische Nacht noch einmal aufhorchen: Der Tiefstwert von 2,5 °C am frühen Morgen des 28. war bundesweit einer der niedrigsten und wurde nur an vier der knapp 500 Stationen des Deutschen Wetterdienstes noch unterboten.

Mitteleuropahoch bringt den Sommer im letzten Drittel

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt den sommerlichen Start unter einem Mitteleuropa-Hoch, gefolgt von einer Südwestlage und die anschließende deutliche Abkühlung durch eine Westlage. Nach kurzem Hochdruckeinfluss zum Ende der ersten Dekade setzte sich eine sehr kühle Nordwest- bis Nordströmung durch, eine Rückdrehung auf West leitete nach Monatsmitte den zögernden Temperaturanstieg ein und mit Beginn der dritten Dekade setzte sich ein Hoch mit zunehmend sommerlicher Wärme und viel Sonnenscheinüber Mitteleuropa fest, das erst kurz vor Monatsende Platz machte für Fronten aus Westen, die mit Schauern und Gewittern für eine Umstellung der Wetterlage hin zu unbeständigem Tiefdruckwetter und zurückgehenden Temperaturen sorgte.

Endlich viel Regen und erneut viel Sonnenschein

Die Niederschlagsbilanz liest sich diesmal anders als in vielen Monaten zuvor: es regnete zwar an den meisten Orten im Kreis an weniger als der Hälfte der Tage, dafür konnten sich die Tagessummen oft sehen lassen und addierten sich inklusive einer Gewitterlage am Monatsende auf meist deutlich überdurchschnittliche Werte.  An der DWD-Klimastation in Bevern wurde mit 94,4 mm der langjährige Mittelwert von 1991-2020 sogar um 60% übertroffen, dort war es der nasseste Mai seit 2014. In Silberborn fielen 103,4 mm, was einem Plus von gut einem Drittel gegenüber dem Durchschnitt im feuchteren Sollingklima entspricht. Den höchsten Wert im Kreis meldete Vorwohle mit fast 120 mm, gefolgt von Ottenstein mit knapp 117 und Amelith kurz hinter der Kreisgrenze mit 109 mm. In Hellental wurden 105 mm gemessen, in Polle auf dem Wilmeröder Berg 103 mm, in Hehlen 99 und in Lüchtringen knapp 95 mm.

Die Sonne zeigte sich wie in den Vormonaten deutlich länger als im Durchschnitt und schien ca. 233 Stunden lang über dem Kreis – gut 34 Stunden bzw. rund 17% mehr als im Mittel von 1991-2020. Nach dem sehr sonnigen Start an den ersten beiden Tagen dominierte lange Zeit Wechselhaftigkeit mit unterdurchschnittlicher Sonnenscheindauer – so entfielen auf die 19 Tage vom 3. bis zum 21. nur 77 Stunden, ein Schnitt von gerade mal gut vier Stunden am Tag. Doch mit dem Mitteleuropa-Hoch drehte die dritte Dekade den Spieß noch deutlich um und erzielte mit 133 Stunden den zweithöchsten Wert in einem letzten Maidrittel überhaupt, nur im rekordsonnigen Mai 1989 waren es noch zwei Stunden mehr.  

Der Wind wehte im Mittel meist mit Stärke 2-3 und in Böen häufig mit Stärke 4-6 – mit einem Ausreißer nach oben im Zuge der mit der Kaltfront aufgetretenen Schauer und Gewitter am 29., als die umliegenden DWD-Stationen mit Windmessung (in 10 m Höhe über dem Grund) Spitzenböen von Beaufort 7-8, an den Standorten Lügde-Paenbruch und Northeim-Stöckheim bis Stärke 9 registrierten.

Frühjahr: Recht warm und sehr sonnig

Mit dem Mai endete das meteorologische Frühjahr und es brachte bei der Temperatur ein deutliches Plus im März, ein sehr kleines im April und ein moderates im Mai – macht unterm Strich an der Station in Bevern 10,18 °C bzw. 0,74 K mehr als im Mittel der Jahre 1991-2020. Erstmals in der lokalen Historie schafften es damit drei Frühjahre in Folge über die Zehn-Grad-Marke. In Silberborn wurden knapp 8,4 °C gemessen – ein etwas größeres Plus zum dortigen Klimamittel von fast einem Grad.

Bei den Niederschlägen sorgte der sehr nasse Mai dafür, dass die Dreimonatssumme vielerorts im Bereich der Durchschnittswerte landete oder sogar noch etwas darüber, so auch an der DWD-Station in Bevern, wo mit 186,3 mm ein Plus von rund 20 mm oder 12% zum Mittel gemessen wurde. Etwas anders sah die Lage im Solling aus: In Silberborn reichten die gefallenen 195 mm nicht an das langjährige Mittel heran, es verblieb ein Defizit von ca. 28 mm bzw. knapp 13%.

Sehr sonnige Frühjahre sind in jüngster Vergangenheit häufiger anzutreffen und da machte 2026 keine Ausnahme: Mit ca. 663 Stunden schien die Sonne sogar erneut länger als in einem durchschnittlichen Sommer, gegenüber dem Frühjahrsmittel ergab sich ein Plus von rund 176 Stunden oder 36%. Damit war es das viertsonnigste seit Beginn der Sonnenscheinmessungen 1951, vier der fünf sonnigsten fallen in die Jahre seit 2020.