Unten grau und nass – oben zeitweise Winterwonderland

Das Wetter im Januar 2025 hinterlässt zwiespältige Eindrücke in der Region

Die Vielfalt der Landschaft im Kreis mit ihren Höhenlagen zwischen unter 100 und etwas über 500 Metern lockt nicht nur regelmäßig Besucher an, sie sorgt in so manchem Monat auch für ganz unterschiedliche Eindrücke beim lokalen Wetter – vor allem im Winter. So geschehen auch in diesem Januar, der sich in den Niederungen mal wieder von seiner gewohnt tristen Seite zeigte – meist mild, oft trüb, viel Regen und kaum Schnee – während sich die Winterfreunde in den höheren Lagen vor über eine zeitweise veritable Schneedecke freuen durften, die in der Spitze bis zu 25 cm in Silberborn erreichte und sich dort, wenn auch mit abnehmender Höhe, gut zwei Wochen halten konnte.
Auch beim Sonnenschein hatten die tieferen Lagen im Wesertal das Nachsehen, da Inversionslagen, vor allem am dritten Wochenende, für zähe hochnebelartige Bewölkung und klamme Kälte sorgte, während weiter oben die Sonne schien und es spür- und messbar wärmer war. Unter dem Strich brachte der zweite meteorologische Wintermonat der Region im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten ein Plus bei den Temperaturen, überdurchschnittliche Niederschläge und unterschiedliche Bilanzen bei Schnee und Sonnenschein mit einem klaren Vorteil für die höher gelegenen Orte.

© Annette Mokross

Mit einer Monatstemperatur von 2,51 °C war der Januar 2025 an der DWD-Klimastation in Bevern um 0,66 K wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020. Gegenüber der älteren Norm von 1961-1990 betrug das Plus 2,1 K. Das neue Jahr begann mild, auf einen ersten Temperaturrückgang am ersten Wochenende folgte zum Dreikönigstag ein Tief mit kräftigem Regen und einem markanten Warmluftsektor, der für einen neuen Tagesrekord und zugleich den Monatshöchstwert von 13,6 °C sorgte. Nachfolgend sanken die Werte unter zunehmendem Hochdruckeinfluss ab, in der trockenen zweiten Dekade gab es nachts oft leichten bis mäßigen Frost mit bis zu -6,9 °C in zwei Metern Höhe und bis -8,9 °C über dem Erdboden sowie dreimal leichten Dauerfrost. In der dritten Dekade übernahmen Tiefs mit fast täglichem Regen und wieder deutlich milderer Luft die Wetterregie, erst am Monatsletzten breitete sich wieder Hochdruck mit Nachtfrost aus.

An der Wetterstation in Silberborn betrug die Mitteltemperatur 1,07 °C und das Plus zu den langjährigen Mittelwerten 1,2 K (1991-2020) bzw. 2,7 K (1961-1990) – relativ zum kälteren Hochsollingklima war es also gut ein halbes Grad wärmer als in den Niederungen. Ursache war die die Inversionslage im Laufe der zweiten Dekade mit ihrem Höhepunkt am Wochenende 18./19.01. mit zeitweise bis zu 10 K höheren Werten in Silberborn gegenüber Holzminden zur Vormittags- und frühen Mittagszeit.

Der Monatshöchstwert von 10,7 °C stammt zwar auch hier aus dem Warmluftvorstoß des Tiefs am 6. Januar, doch schon auf Platz zwei folgt der 19. mit bis zu 10,4 °C – und einem durchaus kuriosen Szenario, denn strahlender Sonnenschein und vorfrühlingshafte Temperaturen spielten sich vor verschneiter Kulisse ab und konnten der Schneedecke kaum etwas anhaben, weil die Taupunkte in trockener Luft unter dem Gefrierpunkt verblieben. Erst die Umstellung auf Tiefdruck mit Regen und Wind zur nachfolgenden Wochenmitte machte schließlich kurzen Prozess mit der weißen Pracht und beendeten einen gut zweiwöchigen Winterabschnitt im Solling. Am kältesten wurde es in Silberborn am 13. mit strengem Frost und Tiefstwerten von -10,9 °C in zwei Metern Höhe und -16,2 °C über der Schneedecke. Insgesamt gab es sechs Tage mit Dauerfrost, 21 Tage mit Frost und 27 mit Bodenfrost, dazu 19 Tage mit einer Schneedecke – trotz des im Schnitt „zu warmen“ Monats also eine durchaus winterliche Bilanz, wie sie selbst im Hochsolling längst nicht mehr der Regelfall ist.

Die Analyse der Großwetterlagen über Mitteleuropa zeigt zunächst Tiefdruckdominanz mit Wind aus den Sektoren von Südwest bis Nordwest. Zum Ende der ersten Dekade versuchte kältere Luft aus Norden südwärts voranzukommen und es legte sich eine Luftmassengrenze über die nördliche Mitte, an der es gebietsweise ergiebige Niederschläge gab, zunächst in tiefen Lagen noch als Regen, später auch dort wie zuvor schon in den höheren Lagen als Schnee. Allzu kalt war die mitgeführte Luft allerdings nicht, so dass der Schnee in den Niederungen rasch wieder verschwand. Mit der Umstellung auf eine Hochdrucklage konnte der verbliebene Schnee zunächst gut durchfrieren und sich festigen, zur Monatsmitte sickerte allerdings über die Nordsee feuchte Luft mit leichtem Nieselregen ein und dezimierte den Schnee im Solling auf noch gut zehn Zentimeter, die auch die folgende Inversionslage unter der Großwetterlage Hoch Mitteleuropa gut überstanden. Nachfolgend dominierte wieder Tiefdruck und eine südwestliche Strömung vertrieb im Verlauf den Winter auch aus dem Solling.

© Annette Mokross

Die Niederschlagssummen übertrafen trotz der trockenen zweiten Dekade die langjährigen Durchschnittswerte meist um 20-30%. In Zahlen liest sich die Bilanz der ehrenamtlichen Ableser und automatisch meldenden Messstellen in der Region so: In Bevern wurde das Mittel der Jahre 1991-2020 mit 97,8 mm um 22 mm oder 29% überschritten, in Silberborn fielen 125 mm – ein Plus von gut 20 mm. 125 mm waren es auch in Hellental, 116 in Amelith, 106 in Polle, je 100 in Ottenstein und Holzminden, 99 in Lüchtringen und 94 mm in Vorwohle. Schlusslicht war diesmal Hehlen mit 84 mm, wo es aber immerhin acht Tage mit Schneedecke mit bis zu 9 cm gab, ansonsten blieb es in den tiefen Lagen bei 1-2 Tagen mit maximal 2-4 cm. In Hellental auf 268 m wurden 17 Tage mit Schneedecke mit bis zu 20 cm gezählt, Platz 2 hinter Silberborn mit 19 Tagen bis zu 25 cm. In Vorwohle waren es elf Tage mit bis zu 21 cm und in Polle auf dem Wilmeröder Berg (273 m) 15 Tage mit bis zu 14 cm.

Die Sonnenscheindauer erreichte in den Niederungen nur etwa 35 Stunden und damit noch zehn Stunden weniger als das ohnehin alles andere als üppige Mittel der Jahre 1991-2020. Weiter oben dürften es über zehn Stunden mehr gewesen sein, so dass dort eine ausgeglichene Bilanz, stellenweise auch ein leichtes Plus erzielt wurde.

Der Wind frischte vor allem während der lebhafteren Tiefdruckphasen in der ersten und letzten Woche stürmisch auf und erreichte in Böen mehrfach bis Stärke 8 (stürmischer Wind), wobei der Dreikönigstag nicht nur der wärmste, sondern auch der windigste Tag des Monats mit Spitzenböen von Beaufort 9 (Sturm, 75-88 km/h) an allen Windmessern des DWD in der Umgebung war. Vorschriftsgemäß wird dort in mindestens zehn Metern Höhe über hinreichend freier Fläche gemessen, die Messwerte sind also nur bedingt auf dichter bebaute Standorte zu übertragen.

© Annette Mokross

Inversionslage aus dem Lehrbuch

Eine Inversionswetterlage wie aus dem Meteorologie-Lehrbuch gab es an diesem Sonnabend im Stadtgebiet von Holzminden zu erleben. Während im Wesertal unter grauer Hochnebeldecke Dauerfrost mit Werten um -2 Grad zur Mittagszeit herrschte, lachte über Silberborn zur selben Zeit bei fast zehn Grad mehr die Sonne von einem blauen Himmel. Die sehr flache Nebelschicht befand sich zu dieser Zeit auf etwa halber Strecke zwischen Holzminden und Mühlenberg auf etwa 230 m. Auf dem dortigen Parkplatz war der feuchte Asphalt überfroren und spiegelglatt. Bei einer Inversionswetterlage liegt wärmere Luft in der Höhe über der schwereren Kaltluft am Boden und kann sich nicht mit dieser durchmischen, eine im Herbst und Winter bei Hochdruck häufig auftretende Situation, mit der die beliebten Wetter-Apps auch im Jahr 2025 nach wie vor ihre Probleme hatten und auch den „Tal-Holzmindenern“ einen sonnigen Tag versprochen hatten, aus dem aber ganz und gar nichts wurde. Doch während es in der norddeutschen Tiefebene keinen Ausweg aus dem Grau gab, war der Weg in die wärmere Sonne in unserer Heimat nur wenige Autominuten entfernt. Erst am Nachmittag kämpfte sich die Sonne auch in Wesernähe zumindest noch zeitweise durch den Hochnebel, es blieb aber bei Dauerfrost, während in Silberborn bis 7,6 °C gemessen wurden.

Beschleunigter Klimawandel: 2024 mit dem nächsten Temperaturrekord

Wärmstes Jahr seit Messbeginn brachte viel Niederschlag bei durchschnittlicher Sonnenscheindauer

„In Deutschland war noch nie seit Messbeginn 1881 ein Jahr so warm wie 2024. Damit muss der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach 2023 erneut ein „Rekordjahr“ melden.“ So beginnt die Pressemeldung des DWD vom 30.12.2024 und ihre Aussage trifft auch auf unsere Heimatregion zu: Sowohl an der Wetterstation des DWD in Bevern, repräsentativ für die Niederungen des Kreises, als auch an der Station in Silberborn, einem privaten Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Holzminden und stellvertretend für den Hochsolling, erreichten die Jahrestemperaturen 2024 neue Höhen. Und das ohne extreme Temperaturspitzen, auch in diesem Punkt unterscheidet sich das lokale Wetter nicht von der bundesweiten Bilanz des DWD.

Mit einer Jahrestemperatur von 11,59 °C war das Jahr 2024 an der DWD-Station in Bevern so warm wie keines zuvor in der Geschichte der lokalen Messungen, die inzwischen 90 Jahre zurückreichen. Das Plus gegenüber dem Klimamittel der Jahre 1991-2020 betrug 1,7 K, gegenüber der älteren Periode von 1961-1990, die das Klima vor der Erwärmung abbildet, waren es sogar +2,8 K. Der erst im Vorjahr aufgestellte Rekord von 11,32 °C wurde erneut deutlich um fast 0,3 K übertroffen – wie 2023 schon der vorherige Höchstwert von 11,01 °C aus den Jahren 2020 und 2022, deren Marken nunmehr schon fast 0,6 K tiefer als der aktuelle Rekord liegen. Solche Sprünge nach oben hat es in der Vergangenheit nur nach zuvor kalten Jahren gegeben, aber noch nie von einem ohnehin schon sehr hohen Niveau aus. Salopp formuliert hat die Erwärmung seit 2014 mehr als nur eine Schippe draufgelegt, was folgender Vergleich verdeutlicht: Betrug das Mittel der Jahre 1961-1990 noch 8,80 °C, waren es 1991-2013 schon 9,65 °C und der Zeitraum seit 2014 kommt in nur elf Jahren auf einen weiteren Anstieg von über einem Kelvin auf 10,73 °C.

Wesentlicher Treiber waren ein rekordwarmer Februar, auf den ein neuer Jahreszeitenrekord im Frühjahr folgte. Der Sommer verlief zwar auch überdurchschnittlich warm, aber nicht heiß, so dass sich die Wärmebelastung durch Hitze in Grenzen hielt und vielen das Jahr in der Erinnerung wohl gar nicht so besonders warm vorkommen mag. Eine Hitzewelle blieb wie schon 2023 aus, das Maximum von 34,1 °C in Bevern fällt in die Rubrik unauffällig, ebenso wie die insgesamt zwölf heißen Tage. Auffällig war hingegen die dünne Bilanz am anderen Ende der Skala: An nur 35 von 366 Tagen gab es Frost – so wenige wie noch nie in der Messreihe Bevern/Holzminden. Das Minimum von -9,7 °C gilt mittlerweile als durchschnittlich, bis 2013 waren Werte deutlich unter minus 10 Grad noch die Regel beim Jahrestiefstwert. Und bei den Monatsbilanzen gab es erstmals kein Minus gegenüber dem neuen Klimamittel von 1991-2020, alle zwölf überschritten ihr Mittel – am klarsten der Februar mit über fünf (!) Kelvin, gefolgt von März und Mai mit knapp 3 K; am geringsten Juni und Juli mit jeweils rund 0,3 K.

An der Wetterstation in Silberborn auf 428 m gab es ebenfalls einen neuen Jahresrekord: Mit 9,45 °C wurden die langjährigen Mittelwerte um 1,6 K (1991-2020) bzw. 2,65 K (1961-1990) und die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2022 um 0,2 K übertroffen. Auf einen neuen Februarrekord folgten ebenso wie in Bevern weitere Rekorde im März und im Frühjahr, wärmster Monat war wie im Wesertal der August und kältester der Januar, der für den einzigen wirklich winterlichen Abschnitt des Jahres im Hochsolling mit einer Schneedecke bis 12 cm und fast zwei Wochen Dauerfrost sorgte. Die weiteren Eckdaten des Jahres von der Station sind in der Übersicht aufgeführt.

Wie schon 2023 fiel nicht nur die Temperatur-, sondern auch die Niederschlagsbilanz klar überdurchschnittlich aus. Erfreulich für die Natur: Die Regenfälle verteilten sich diesmal recht homogen über das Jahr, kurze und sehr kräftige Starkregenereignisse wie am 1. August, als flächig gut 50 Liter auf jeden Quadratmeter binnen weniger Stunden am Abend und in der frühen Nacht fielen, blieben ebenso die Ausnahme wie längere Trockenperioden. In Bevern kamen insgesamt 962 mm zusammen, ein Plus von gut 21% gegenüber dem Mittel 1991-2020. Zehn Monate waren nasser als im Schnitt, am deutlichsten Februar, April, August und September, während Oktober und Dezember unter ihrem Mittel lagen.

Ähnlich auf höherem Niveau sehen die Zahlen aus Silberborn aus, wo bei der Jahressumme nur ein Millimeter zur Marke von 1.200 mm fehlte, das sind rund 14% mehr als im Schnitt. Auffällig nass waren hier Februar, April und Mai; ein erwähnenswertes Minus gab es nur im Oktober.

Die weiteren Werte aus der Region von DWD-Stationen mit Niederschlagsmessung: Amelith 1.165 mm, Hellental 1.102, Polle 1.036, Ottenstein 1.025, Hehlen 1.001, Vorwohle 977 und Lüchtringen 895 mm; die private Messung im Stadtgebiet von Holzminden ergab 972 mm.

Auch die Sonnenscheindauer lag mit ca. 1.537 Stunden etwas über dem langjährigen Mittel, das Plus fiel mit 18 Stunden oder knapp 2% aber so gering aus, dass das Jahr 2024 als durchschnittlich beim Sonnenschein einzuordnen ist. Dabei war die Phase mit den höchsten Temperaturüberschüssen von Februar bis Mai die trübste in Relation zu den langjährigen Mittelwerten, während August, September und, man staune, der Januar am deutlichsten über ihrem Durchschnitt landeten. In absoluten Zahlen lag der August mit gut 240 Stunden vorn, gefolgt von Mai, Juli und Juni mit Monatssummen zwischen 222 und 214 Stunden.

Von größeren Unwettererscheinungen, das schließt die insgesamt unauffällige Windbilanz mit ein, blieben der Kreis und seine Bewohner 2024 weitgehend verschont.

Kaum Frost, wenig Sonne und kein Schnee

Der Dezember 2024 brachte überwiegend ruhiges, mildes und trübes Wetter

Fotos von Annette Mokross

Wenig los beim Wetter auf der Zielgeraden des Jahres 2024: Der erste meteorologische Wintermonat ließ es meist ruhig angehen und dürfte anders als sein Vorgänger aus dem letzten Jahr, der unserer Region eine markante Hochwasserlage zu Weihnachten beschert hatte, schnell in Vergessenheit geraten. Frost gab es kaum, Schnee fiel (mit Ausnahme einiger weniger Flocken in den höchsten Lagen) gar nicht, die Sonne zeigte sich selbst für Dezemberverhältnisse nur selten und auch ein Frühwintersturm blieb aus. Im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten schloss der Monat mit dem üblichen Plus bei der Temperatur, einem kleineren Minus beim Niederschlag und einem größeren Minus bei der Sonnenscheindauer ab.

Mit einer Monatstemperatur von 4,28 °C war der Dezember 2024 an der DWD-Klimastation in Bevern um gut 1,5 Kelvin wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020. Im Vergleich zum 30 Jahre älteren Klimawert der Periode 1961-1990 betrug das Plus 2,5 K. Der letzte Dezember mit einer negativen Abweichung zu dieser früheren Klimanorm ist mittlerweile 14 Jahre her. Die tiefsten Temperaturen wurden gleich am 1. mit -3,1 °C in zwei Metern Höhe und -5,3 °C auf fünf Zentimetern Höhe über dem Erdboden gemessen, insgesamt gab es sechs Frost- und sieben Bodenfrosttage. Aber auch nach oben blieben die Ausschläge diesmal vergleichsweise gering: Der Monatshöchstwert von 12,6 °C am 18. war einer von drei Tagen mit zweistelligem Maximum, die mildeste Nacht brachte es auf ein Minimum von 10,3 °C.

An der Station in Silberborn lag die Monatstemperatur bei 2,0 °C – ein Plus von 1,3 K gegenüber dem Mittel der Jahre von 1991-2020 und von 2,2 K im Vergleich zum Zeitraum von 1961-1990. Höhenlagenbedingt mutete es zumindest phasenweise winterlich an, so gab es vier Tage mit leichtem Dauerfrost, drei davon zum Monatsausklang. Eine Schneedecke wurde aber auch im Hochsolling nicht gesichtet, es blieb bei wenigen Flocken, die sich mal kurz unter den Regen mischten. Die Anzahl der Frosttage lag mit 13 zwar deutlich höher als im Wesertal, aber unter dem langjährigen Ortsdurchschnitt. Die Extremwerte auf 428 m Stationshöhe betrugen -3,2 °C als Tiefstwert in 2 m und -6,2 °C in 5 cm Höhe am 29. und je 9,7 °C als Höchstwert am 18. und 19.; das niedrigste Maximum lag bei -1,0 Grad am Monatsletzten.

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt an den ersten Tagen eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, anschließend eine kurze Westlage und nach der ersten Woche einen Übergang zu einer Ostlage am Rand eines Hochs über dem Nordmeer und Teilen Skandinaviens. Diese Großwetterlage mit dem Namen „Hoch Nordmeer/Fennoskandien, Mitteleuropa überwiegend antizyklonal“ ist im Winter eigentlich ein Garant für Kälte – nicht aber in diesem Fall, da der Ursprung der Luftmassen aus dem Bereich des schwarzen Meeres kam und sich auf dem Weg zu uns über dem meist schneefreien Osteuropa nicht wesentlich abkühlen konnte.

Zur Monatsmitte stellte sich dann eine nicht allzu aktive Westwindlage ein, gefolgt von einer tiefdruckgeprägten Nordlage kurz vor den Feiertagen – doch auch im Norden lag keine Winterluft bereit, so dass sich die weiße Weihnacht auf die höheren Mittelgebirgslagen im Lande beschränkte. Mit einer ruhigen und trockenen Hochdrucklage ging der Monat und mit ihm das Jahr 2024 auf die letzten Meter, wobei auf der Ziellinie mit einer zunehmenden Westströmung und auffrischendem Wind die von manchen ge- und befürchtete Feinstaubwolke infolge des Silvesterfeuerwerks ausblieb.

Nach dem sehr nassen Vorjahresmonat mit einer ausgeprägten Hochwasserlage zu Weihnachten hielt sich der Niederschlag in diesem Dezember etwas zurück, ohne dass es dabei auffällig trocken blieb. Die Monatssummen erreichten meist 80-90% des langjährigen Mittels. In Silberborn, wo am meisten Regen (inkl. einiger weniger Schneeflocken) gemessen wurde, waren es mit 102 mm nur drei Millimeter weniger als im Ortsdurchschnitt. In Hellental fielen 91,8 mm, in Amelith 88,7, in Polle 86,2 und in Vorwohle 75,8 mm. Ottenstein meldete 69,1 mm, Hehlen 64,8, Bevern 63,9 und Holzminden 62,1 mm. Schlusslicht war Lüchtringen mit 59,1 mm. Die höchsten Tageswerte lagen mit 12-18 mm am 6. im Nikolausstiefel, die Anzahl der trockenen Tage belief sich meist auf zwölf, die trockenste Phase bildeten die letzten acht Tage ab Heiligabend.

Auf der Suche nach Sonnenschein wurde man in der Region vor allem am 1. und am 28. fündig – diese beiden Tage sorgten zusammen für 13 der insgesamt nur gut 19 Stunden des Monats. An der deutlichen Mehrzahl der Tage (23) zeigte sich die Sonne gar nicht am Himmel, vom langjährigen Durchschnittswert der Monatssumme kam nur etwas über die Hälfte zusammen.

Der Wind war zwar oft spürbar lebhaft, Sturmstärke wurde aber nicht gemessen. Im Mittel war er meist mit Stärke 3-4 unterwegs, die Böen erreichten Spitzen bis Beaufort 7.

Dritter Temperaturrekord in Folge

2024 war das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn, brachte viel Regen und eine durchschnittliche Sonnenscheindauer

Das Wetterjahr 2024 liegt hinter und – und zum dritten Mal in Folge steht die höchste Jahrestemperatur seit Beobachtungsbeginn in der Schlussbilanz. An der DWD-Station in Bevern liegt der neue Rekord mit 11,6 °C um 0,3 K über der erst vor einem Jahr aufgestellten Marke, gegenüber dem 30-Jahres-Mittel der Jahre 1991-2020 ergibt sich ein stattliches Plus von über 1,7 K.  Erstmals landeten alle zwölf Monate über dem Klimamittel der jüngsten Referenzperiode, der letzte Monat unter dem älteren Mittel der Jahre 1961-1990 liegt mit dem Mai 2021 schon über dreieinhalb Jahre zurück. Neue Monatsrekorde gab es im Februar und im März, der Mai war der zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn und der August immerhin noch der sechstwärmste. Fast schon bescheiden angesichts der markanten Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre nimmt sich der heißeste Tag mit einer Höchsttemperatur von 34,1 °C am 13.08. aus, am kältesten wurde es in Bevern am 11.01. mit -9,7 °C.

Auch an der Station in Silberborn konnte ein neuer Jahresrekord gemessen werden: Mit fast 9,5 °C wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2022 um gut 0,2 K und das aktuelle 30-Jahres-Mittel um 1,6 K übertroffen. Erst 2018 lag die Jahrestemperatur im Hochsolling erstmals über der 9-Grad-Marke, nur sechs Jahre später ist der halbe Weg zur Zehn bereits zurückgelegt.

2024 geht nicht nur als sehr warmes, sondern auch als niederschlagsreiches Jahr in die lokale Statistik ein: In Bevern fielen gut 960 mm, nur etwas weniger als im sehr nassen Vorjahr und über 170 mm mehr als im langjährigen Durchschnitt. Über noch mehr Regen konnten sich die Wälder im Solling freuen, in Silberborn wurden fast 1.200 mm gemessen, was einem Plus von fast 150 mm gegenüber dem Klimamittel entspricht. Wie auch im Wesertal fielen die Niederschläge gut verteilt über das Jahr hinweg, längere Trockenphasen blieben nahezu aus. Die Sonne zeigte sich in der Region ca. 1.540 Stunden lang und damit geringfügig länger als im Schnitt der Jahre 1991-2020. Sonnigster Monat war der August mit 240 Stunden, am trübsten blieb es im Dezember mit gerade mal 20 Stunden.

Oft grau, nur selten Sonnenschein und ein erster Wintergruß

Der November 2024 bot weitgehend Durchschnittskost

Fotos von Annette Mokross

Am einfachsten lässt sich der letzte meteorologische Herbstmonat in drei Teilen zusammenfassen: Auf eine fast vollständig trockene und immerhin noch gelegentlich sonnige erste Monatsdekade folgte eine sehr nasse und dunkle zweite sowie ein abwechslungsreiches letztes Drittel mit dem ersten Schnee der Wintersaison und einem anschließenden markanten Temperaturanstieg bis in den Rekordbereich. Nach Durchzug eines Sturmtiefs strahlte die Sonne zum Abschied von einem wolkenlosen Himmel und machte die trüben Wochen zuvor zumindest etwas vergessen. Unter dem Strich lag der November in allen Disziplinen unweit der langjährigen Mittelwerte mit einem kleinen Plus bei Temperatur und Niederschlag und einem nicht allzu großen Minus bei der Sonnenscheindauer.

Mit einer Monatstemperatur von 6,12 °C war der November 2024 an der DWD-Klimastation in Bevern um knapp 0,5 Kelvin wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020. Im Vergleich zum niedrigeren, 30 Jahre älteren Klimawert der Periode 1961-1990 betrug das Plus 1,26 K. Der Temperaturverlauf war gekennzeichnet durch einen milden Start an den ersten drei Tagen und einen nachfolgenden Rückgang unter den Durchschnitt bis zum Ende der ersten Dekade. Anschließend pendelten die Werte um das langjährige Mittel, bevor es zu Beginn der dritten Dekade unter dem Einfluss von Höhenkaltluft zu einem ersten, freilich sehr schüchternen winterlichen Gruß mit leichten Nachtfrösten und Schneeschauern kam. Nur zwei Tage später schossen die Werte aufwärts bis in neue Rekordhöhen für eine dritte Novemberdekade von 16,8 ° am 25., nachdem die Nacht zuvor mit einem Tiefstwert von fast 14 Grad ebenfalls rekordmild verlief. Die niedrigsten Werte wurden am Monatsletzten – einem von vier Frosttagen – mit -2,4 °C in zwei Metern Höhe und fast -5 °C über dem Erdboden gemessen.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 3,98 °C nur um 0,1 K über dem dortigen Klimawert der Jahre 1991-2020 und 0,9 K über der Periode von 1961-1990. Am wärmsten wurde es auch hier am 25. mit einem Höchstwert von 13,9 °, das Wintermezzo zuvor brachte mit Luftfrost bis knapp minus drei Grad und Bodenfrost bis minus vier Grad die kälteste Phase des Monats. Insgesamt wurden an der Hochsolling-Station neun Frosttage gezählt, am 21. wurde der Gefrierpunkt tagsüber nur minimal um ein Zehntel überschritten. Die erste Schneedecke kam wie fast immer in den letzten Jahren in der dritten Dekade, diesmal etwas früher als im letzten Jahr, als der erste Wintereinbruch deutlich nachhaltiger war mit fast zwei Wochen geschlossener Schneedecke bis 18 cm. Diesmal wurden es zum Auftakt maximal 5-6 Zentimeter am Morgen des 23. und mit der markanten Milderung zum Totensonntag war es auch in den höchsten Lagen schnell wieder grün bzw. braun.

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt in der ersten Dekade ausschließlich Hochdrucklagen (zunächst Nordwest, dann ein zentrales Hoch über Mitteleuropa und schließlich Südost), was die lange Reihe von trockenen Tagen in dieser Phase gut erklärt. Erste nennenswerte Regenmengen brachte eine Nordlage am 13., bevor die Niederschläge mit einer Umstellung auf eine tiefdruckgeprägte West-, später Nordwestlage nach Monatsmitte an Häufigkeit und Intensität zunahmen bis hin zu den ersten Schneefällen. Eine Rückdrehung auf Südwest sorgte für den rasanten Temperaturanstieg am 24., anschließend zog von Westen das Sturmtief Telse vom Atlantik kommend mit kräftigen Böen vor allem über die Nordhälfte hinweg, bevor sich rückseitig eine Hochdruckbrücke durchsetzen konnte und der Region zum Ultimo den sonnigsten Tag des Monats bescherte.

Die Niederschlagssummen an den diversen Messstellen lagen meist nahe den langjährigen Mittelwerten. Am meisten fiel im Solling, wo die am höchsten gelegene Station in Silberborn mit 102 mm vorn landete, gefolgt von Amelith mit 94 und Hellental mit 91 mm. In Polle wurden 77 mm gemessen, in Holzminden knapp 75 und in Bevern 71,4 mm. Ottenstein meldete 69 mm, Lüchtringen 68, Vorwohle 66 und Hehlen 65 mm. Die vorübergehenden Schneefälle kamen nur in Hellental und Silberborn mit zwei bzw. fünf Zentimetern Schneedecke über den Anstandszentimeter hinaus, den andere Stationen mal geschlossen und mal durchbrochen meldeten.

November und Sonnenschein – das ging wie in so vielen Jahren auch diesmal nicht wirklich gut zusammen. Erst das freundliche Ende mit elf Stunden an zwei Tagen hievte die Monatssumme noch auf knapp 40 Stunden, ein überschaubares Minus von fünf Stunden im Vergleich zum bescheidenen Durchschnittswert. Die sehr trübe zweite Dekade brachte es gerade einmal auf fünf Stunden in Summe, am 30. wurde hingegen die zu dieser Zeit maximal messbare Dauer von sieben Stunden erreicht, zugleich der sonnigste Tag des Monats.

Der Wind verhielt sich in der hochdruckdominierten ersten Monatshälfte unauffällig und frischte mit der Umstellung auf mehr Tiefdruck nach Monatsmitte zunächst mit Böen der Stärke 6-7 auf und erreichte mit dem Durchzug von Sturmtief Telse in der Nacht vom 27. zum 28. in der Spitze Böen von Sturmstärke 9.

Warmer und recht nasser Herbst

Mit dem November endete der meteorologische Herbst, der als warmer Vertreter in die regionale Statistik eingeht. An der Klimastation in Bevern lag die Mitteltemperatur der drei Monate von September bis November bei 11,26 °C – knapp 1,4 K über dem 30-Jahresmittel von 1991-2020 und der fünftwärmste Herbst seit Beginn der Beobachtungen im Jahr 1934. In Silberborn wurden 9,32 °C gemessen, ein Plus von 1,2 K gegenüber dem Klimawert und Platz sechs seit Aufzeichnungsbeginn in den 1930er Jahren.

Die Niederschlagssummen waren ebenfalls überdurchschnittlich mit den höheren positiven Abweichungen in Bevern, wo das Mittel 1991-2020 mit 231 mm um gut 35 mm bzw. 18% übertroffen wurde. In Silberborn landeten gut 275 mm in der Messkanne und damit rund zehn Millimeter bzw. 3,5% mehr als im langjährigen Mittel. Die Sonne zeigte sich ca. 306 Stunden lang und leistete dabei rund 20 Überstunden, was zu einem Plus von knapp 7% gegenüber dem Klimamittel führte.

Erst grau und nass, dann trocken und zeitweise golden

Der Oktober 2024 war mild mit einer hochdruckgeprägten zweiten Hälfte

Fotos von Annette Mokross

Mit zweistelligen Niederschlagssummen gleich zum Auftakt und einer ersten Dekade, in der oft schon fast zwei Drittel der mittleren Monatsmenge fielen, knüpfte der zweite meteorologische Herbstmonat zunächst nahtlos an die regenreichen Vormonate an, bevor ab Monatsmitte Hochdruck mit ruhigem Herbstwetter dominierte und der Region je nach Nebelauflösung einige sonnige Tage bescherte. Zusammen mit der zunehmenden Laubfärbung zeigte sich zumindest stundenweise, vorzugsweise am Nachmittag, eine farbenfrohe Kulisse, die an den sprichwörtlichen goldenen Oktober erinnerte. Entgegen der jahreszeitlichen Entwicklung war die zweite Hälfte die wärmere, wozu auch die häufige (Hoch)Nebelbildung in den Nacht- und Morgenstunden beitrug, die meist eine stärkere Auskühlung verhinderte. Nach einzelnen leichten Bodenfrösten bis Monatsmitte blieb es anschließend frostfrei. Die Niederschläge beschränkten sich nun meist auf leichten Sprühregen, so dass die Monatssummen je nach Standort etwas über oder unter den langjährigen Mittelwerten landeten. Die Sonne zeigte sich erstmals seit April wieder weniger als im Durchschnitt, das Minus blieb mit etwa acht Stunden aber überschaubar.

Mit einer Monatstemperatur von 11,63 °C war der Oktober 2024 an der DWD-Klimastation in Bevern um gut 1,7 K wärmer als im Mittel der Jahre 1991-2020. Im Vergleich zum niedrigeren, 30 Jahre älteren Klimawert der Periode 1961-1990 betrug das Plus 2,1 K. Damit war der achte überdurchschnittlich warme Oktober in Folge zugleich der achtwärmste in der Klimareihe Holzminden/Bevern seit Messbeginn 1934. Zweimal wurde in der zweiten Hälfte nochmals die 20-Grad-Marke überschritten, den Monatshöchstwert lieferte der sonnige Nachmittag des 26. mit 21,3 °C. Alle Maxima blieben im zweistelligen Bereich, kühlster Tag war der 14. mit einem Höchstwert von 12,2 °C. Zweimal gab es ganz leichten Bodenfrost am 11. und 12., in zwei Metern Höhe lag der Tiefstwert bei 1,2 °C am Morgen des 12. Oktober.

An der Wetterstation in Silberborn lag die Monatstemperatur mit 10,0 °C um 1,9 K über dem dortigen Klimawert der Jahre 1991-2020 und 2,1 K über der Periode von 1961-1990. Damit war es in der Hochsolling-Messreihe, die bis in die 1930er-Jahre zurückgeht, ebenfalls der achtwärmste Oktober – wie in Bevern gemeinsam mit dem 2017er. Das Maximum wurde hier am 18. mit 18,1 °C gemessen. Die kälteste Nacht brachte am 11. ein Minimum von 0,5 °C, Luftfrost blieb auch auf fast 430 m Stationshöhe noch aus. Fünfmal gab es in fünf Zentimetern über dem Erdboden leichten Frost, jeweils in der ersten Monatshälfte bei einem Minimum von -2,4 °C am 12.10.

Die Analyse der Großwetterlagen über Europa zeigt zunächst noch überwiegend zyklonale Druckverteilungen unter nordöstlicher, nordwestlicher und südwestlicher Anströmung. Ab Monatsmitte dominierte Hochdruckeinfluss mit eher südlichem Strömungsmuster und einer Hochdruckbrücke über Mitteleuropa im Bodenfeld. Im Sommer hätte dies sonnige und sehr warme Witterung bedeutet, aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit spielte aber Bodennebel und hochnebelartige Bewölkung mit teils leichtem Sprühregen eine zunehmende Rolle. Wenn die Sonne es schaffte, den Nebel aufzulösen, lockten die wohl letzten warmen Nachmittage des Jahres zu Ausflügen in die leuchtenden Wälder.

Die Niederschlagssummen pendelten meist um die langjährigen Mittelwerte der aktuellen Klimaperiode 1991-2020 und lagen unter Berücksichtigung der Höhenlagen im Norden des Kreises tendenziell etwas höher als im Süden. Am meisten meldete diesmal Ottenstein mit 76,4 mm, gefolgt von Hehlen mit 73,7mm. In Silberborn fielen 72,4 mm, dort wurde im feuchteren Hochsollingklima das lokale Mittel aber recht deutlich um fast 20% verfehlt. Polle kam auf 71,9 mm, Hellental auf 70,5, Amelith auf 69,0, Holzminden auf 68,4, Lüchtringen auf 60,6 und Bevern auf 59,8 mm – eine insgesamt recht homogene Verteilung.

Die Sonnenscheindauer lag mit 90 Stunden im Wesertal um rund acht Stunden bzw. acht Prozent unter dem Durchschnitt, der sich im Vergleich der 30-Jahres-Klimaperioden nicht verändert hat. Zwischen Mai und September hatten alle Monate im Plus abgeschlossen. Sehr trüb war es zu Monatsbeginn und am Ende – die letzten fünf Tage brachten es zusammen nur auf eineinhalb Stunden. Den sonnigsten Abschnitt gab es an den fünf Tagen zuvor (22.-26.10.), die gut ein Drittel zur Monatssumme beisteuerten, wobei es lokale Unterschiede aufgrund gebietsweise hartnäckiger Nebelfelder im Wesertal gab. Die höher gelegenen Orte im Kreis hatten also etwas mehr vom zeitweise goldenen Oktober.

Der erste Herbststurm ließ weiter auf sich warten, der Mittelwind bewegte sich zwischen Stärke 1 und 3 und auch die stärksten Böen erreichten an den meisten DWD-Windmessern in der Umgebung maximal Stärke 7, ganz vereinzelt Richtung Südosten auch Stärke 8 (stürmischer Wind). Und aus Blickrichtung der ersten Novembertage lässt sich angesichts der stabilen Modellberechnungen festhalten, dass es mindestens bis in die zweite Dekade hinein bei hochdruckgeprägtem, trockenem und ruhigem Wetter bleiben wird, je nach persönlichen Präferenzen also entweder ereignisarm oder weiterhin zumindest zeitweise golden.