Weiterhin kein Regen in Sicht

Sehr sonnige und extrem trockene erste Aprilhälfte

Die erste Aprilhälfte ist vorbei und sie schloss fast nahtlos an die zweite Märzhälfte an: Hochdruckwetter mit sehr viel Sonnenschein und fast ohne einen Tropfen Regen kennzeichneten auch die ersten beiden Aprilwochen – jahreszeit- und wetterlagenbedingt auf höherem Temperaturniveau als noch im März. Dreimal wurde an der DWD-Station in Bevern die 20-Grad-Marke überschritten, der Höchstwert betrug 24,2 °C am 08.04. Sehr kalt war die Nacht zum 01.04. mit -4,6 °C in 2 m und -6,9 °C in 5 cm Höhe. Danach gab es noch zweimal sehr leichten Luftfrost, der den Obstblüten zum Glück bisher nichts anhaben konnte. Der Vollfrühling begann im Stadtgebiet mit der Apfelblüte bereits am 08.04. und damit zweieinhalb Wochen früher als im Mittel der Jahre 1991-2017, gegenüber dem Mittel der Jahre 1961-1990 sogar um über drei Wochen früher. Bodenfrost gab es hingegen regelmäßig, so dass die mittlere Tiefsttemperatur in 5 cm Höhe nach 15 Tagen mit -0,5 °C noch negativ ist. Die Monatsmitteltemperatur liegt nach 15 Tagen bei 9,47 °C und damit rund 1,3 K über dem Mittelwert der Jahre 1991-2019 sowie 2,5 K höher als im Durchschnitt der Jahre 1961-1990.

Die Sonnenscheinbilanz erreichte mit 141 Stunden bereits die mittlere Monatssumme der alten Klimaperiode 1961-1990 und auch der deutlich höhere Durchschnitt der Jahre 1991-2019 wird angesichts der stabilen Aussichten im Laufe des Sonnabends überschritten werden. Ein weiterer April mit über 200 Sonnenstunden dürfte nach gegenwärtigem Stand bereits in der kommenden Woche „eingetütet“ werden. Regen hingegen fiel nur in kaum messbarer Menge: Ganze 0,6 mm kamen an zwei Niederschlagstagen zusammen. Das Problem dabei: schon in der zweiten Märzhälfte fiel kaum noch Regen, so dass sich die Summe seit Mitte März auf ganze 5,3 mm bemisst – und es ist auch weiterhin kein Wechsel der Großwetterlage hin zu einer tiefdruckgeprägten Witterung mit Niederschlägen zu erwarten in der Mittelfrist. Lediglich am Samstag könnte nach Berechnungen einzelner Wettermodelle ein klein wenig Regen fallen, aber selbst erscheint derzeit bei Betrachtung anderer Modelle mehr als fraglich. Im weiteren Verlauf sieht dann zum Beispiel das amerikanische Modell GFS bis mindestens 25.04. keinen weiteren Niederschlag.

Autor: wesersollingwetter

Hobbymeteorologe und Autor des monatlichen Lokalwetterrückblicks im Täglichen Anzeiger Holzminden.

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