Vom Frühling nichts Neues

Auch die erste Maihälfte war ungewöhnlich kühl und trüb

Trotz eines kurzen Wärmeintermezzos am Ende der ersten Dekade mit den Sommertagen 2 und 3 in diesem Frühjahr (nach dem ersten und historisch frühen am 31. März) verlief auch die erste Maihälfte deutlich kühler als im langjährigen Mittel.

Mit einer Mitteltemperatur von 11,2 °C lag die Durchschnittstemperatur an der DWD-Station in Bevern nach 16 Tagen um 1,3 K unter dem Verlaufswert der Periode 1991-2020. Vom erwähnten kurzen Ausflug in wärmere Bereiche am 9. und 10. abgesehen blieb das Tagesmaximum an allen anderen Tagen unter dem Mittel der letzten 30 Jahre. Dazu war es ausgesprochen trüb: Mit nur 62 Sonnenstunden schafften die ersten 16 Tage gerade 31% vom Gesamtmonatsmittel 1991-2020.

Und Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil: Die kurz- und mittelfristigen Aussichten zeigen sogar noch ein Stück nach unten bei der Temperaturkurve und auch längerer Sonnenschein ist nicht in Sicht. Die Niederschlagsbilanz betrug hingegen bereits fast zwei Drittel des monatlichen Durchschnitts. Inklusive der Aussichten sieht es also nach einem kühlen bis sehr kühlen, sonnenscheinarmen und nassen „Wonnemonat“ 2021 aus, der ein außergewöhnlich kaltes Frühjahr beschließen dürfte.

Autor: wesersollingwetter

Hobbymeteorologe und Autor des monatlichen Lokalwetterrückblicks im Täglichen Anzeiger Holzminden.

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