2018 – Ein extremes Wetterjahr mit vielen Rekorden

Jahresrückblick für die DWD-Station Bevern und die Region Holzminden

So oft wie wohl noch nie zuvor wurde im vergangenen Jahr in der Lokalzeitung Täglicher Anzeiger Holzminden über das Wettergeschehen vor Ort berichtet – immer wieder gab es außergewöhnliche Ereignisse und neue Rekorde zu vermelden, am Ende vermutlich mehr davon, als es so manchem Menschen und vor allem der Natur lieb gewesen sein dürfte. Das Wetterjahr 2018 geht bundesweit wie regional als das bisher wärmste seit Aufzeichnungsbeginn in die Geschichte ein, dazu war eines der sonnigsten und sehr niederschlagsarm, wobei die Trockenheit im Kreis zwischenzeitlich extreme Ausmaße angenommen hatte. Erst der Dezember brachte mit ergiebigen Regenfällen eine erste Linderung. Mit einer Mitteltemperatur von 10,97 °C wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2014 an der DWD-Station in Bevern um genau ein Zehntelgrad übertroffen, dazu fielen nicht einmal 500 mm Niederschlag und die Sonne schien fast 1.900 Stunden lang – gleichbedeutend mit dem zweittrockensten und drittsonnigsten Jahr seit Messbeginn.

Dabei hatte es im Januar noch ganz anders begonnen: Hochwasser und ein erstes Sturmtief namens Burglind prägten die ersten Tage des noch jungen Jahres. Dazu war es oft sehr mild, bevor nach Monatsmitte kältere Luftmassen zumindest in den höheren Lagen des Sollings für eine vorübergehende Schneedecke sorgten, die am 21. sogar auf bis zu 40 cm am westlichen Ortsrand von Silberborn anwuchs – um dann binnen 72 Stunden komplett abzutauen. Die durchaus beeindruckende Schneelandschaft am dritten Januarwochenende blieb jedoch so manchem verborgen, da viele Wege und Straßen im Solling gesperrt waren – eine Folge des Orkans Friederike, der am Donnerstag zuvor zwar nur recht kurz, dafür aber besonders heftig gewütet hatte. Mit Böen in voller Orkanstärke fegte er über die Sollingwälder hinweg und machte dort nach der endgültigen Schadensbilanz, die erst Monate später gezogen werden konnte, sogar mehr Kleinholz als Kyrill genau elf Jahre zuvor. Eine der Ursachen dafür liegt nicht im Sturm selbst, sondern ist eine Langzeitfolge der äußerst regenreichen Witterung seit dem Frühsommer 2017: Die Wurzeln der Bäume fanden kaum noch Halt in den aufgeweichten Böden und hatten dem Orkan somit nichts entgegenzusetzen.

Während im Solling die Aufräumarbeiten noch lange andauern sollten, stellte sich die Wetterlage im Februar langsam auf winterlich um, es wurde kälter und endlich kam auch die lange als vermisst geltende Sonne wieder zum Vorschein. Die Niederschläge nahmen unter Hochdruckeinfluss ab, doch statt Vorfrühling, wie man ihn zu dieser Jahreszeit häufig schon antrifft, zeigte der Winter Ausdauer:  Die Schneedecke im Solling hielt 31 Tage von Anfang Februar bis Anfang März durch, wobei sich die Kälte zum Monatsende deutlich verschärfte und für neue negative Tagesrekorde zum Monatswechsel sorgte: So wurden am 28. in Bevern nur -6,5 Grad gemessen – als Höchstwert wohlgemerkt – und die vorausgegangene Nacht war mit -14,4 °C die kälteste des Jahres. Infolge der Eisluft aus Russland, die sich in Verbindung mit einem schneidenden Nordostwind noch einmal deutlich kälter anfühlte, bildete sich sogar Treibeis auf der Oberweser – ein mittlerweile seltenes Ereignis, das leise Erinnerungen an Zeiten weckte, als die Weser sogar komplett zugefroren war.
Auf eine deutliche Milderung im Laufe der ersten Märzdekade folgte ein weiterer Spätwintereinbruch ab Monatsmitte, der noch einmal Dauerfrost und Schnee bis in die Niederungen brachte, doch für nachhaltiges Winterwetter war die Jahreszeit mittlerweile zu weit fortgeschritten. Dennoch bilanziere der März ebenso wie der Februar deutlich kälter als im langjährigen Mittel der Jahre 1981-2010, womit der Temperaturüberschuss aus dem Januar längst aufgezehrt war. Das erste Quartal brachte sogar eine negative Temperaturabweichung – wer wäre zu diesem Zeitpunkt auf die Idee gekommen, dass 2018 einen neuen Jahresrekord aufstellen würde?

Dass es tatsächlich so kam, hatte entscheidend mit dem wärmsten Sommerhalbjahr seit Aufzeichnungsbeginn zu tun. Und das begann mit zwei rekordwarmen Frühjahrsmonaten im April und im Mai, wobei das Frühjahr sowohl von der Witterung als auch phänologisch ein sehr kurzes war: hatte die Vegetation aufgrund der Spätwinterkälte erst verzögert begonnen, holte sie nun mit Riesenschritten auf und war mit Beginn der Apfelblüte ihrer Zeit sogar schon voraus – das Wort vom „Turbofrühling“ machte die Runde. Im Laufe der nächsten Monate sollten mit „Heißzeit“ und „Endless summer“ weitere Wortschöpfungen hinzukommen, die das vorherrschende Wetter kurz und knapp auf den Punkt brachten.  Doch ganz so weit waren wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, zumal nach den letzten sehr warmen und sonnigen Frühjahren eher mäßige Sommer gefolgt waren. Rückblickend markiert aber in der Tat bereits der 7. April den Beginn des Sommers 2018: Gegenüber dem Vortag schnellten die Temperaturen um rund neun Grad nach oben und mit 23 Grad wurde der erste warme Tag des Jahres in Bevern registriert – 147 weitere sollten folgen und für einen neuen Rekord in der Kategorie Tage mit mindestens 20 Grad Höchsttemperatur sorgen. Silberborn folgte einen Tag später, als in Bevern der erste meteorologische Sommertag nur knapp verfehlt wurde. Zehn Tage später fiel auch die 25-Grad-Marke erstmals – 83 weitere Sommertage sollten folgen und auch in dieser Statistik für einen deutlichen neuen Rekord sorgen. Trockenheit spielte zu diesem Zeitpunkt übrigens noch keine große Rolle, waren doch nach dem vielen Regen von Juni bis Januar genügend Vorräte vorhanden und März und April in Summe nur etwas trockener als im Mittel. In Erinnerung blieb der Dauerregen am Freitag, den 13. April mit 26,8 mm an der Station in Bevern – eine Tagessumme, die bis Jahresende nicht mehr annähernd erreicht werden sollte.

Der anschließende Mai tilgte bei der Monatstemperatur mit 16,44 °C seine uralte Bestmarke aus dem Jahr 1889 und kam als fast vollwertiger Sommermonat daher – so mancher Juli der Vergangenheit hat einen niedrigeren Wert aufzuweisen. Zum Monatsende gab es die ersten heißen Tage in Bevern, dazu schien die Sonne rund 276 Stunden lang, was aber ausnahmsweise keinen Rekord darstellt – im Mai 1989 waren es über 300 gewesen. In diesen in unserer Region äußerst seltenen Bereich sollte erst der Juli vorstoßen, doch zunächst dämpfte der Juni die Sommerlaune mit einer längeren Phase, in der sich die Sonne nur wenig zeigen konnte. Doch anders als im Vorjahr lief der Hochsommer mit Beginn der Schulferien Ende Juni zu großer Form auf: mehrere wolkenlose Tage am Stück zum Monatswechsel läuteten einen außergewöhnlich sonnigen und im Verlauf auch heißen Juli ein. Blieb es in der ersten Hälfte meist bei moderater Wärme, gab es ab Monatsmitte nur noch wenige Tage, an denen die Höchstwerte in Bevern unter 30 Grad lagen. Diese intensive und ausdauernde Hitzewelle brachte ab 23.07. an 17 von 18 Tagen mehr als 30 Grad im Wesertal, der Höhepunkt wurde am 7. August mit 37,0 Grad erreicht. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein neuer Rekord an Hitzetagen aufgestellt worden, doch weitere sollten folgen, auch wenn der Sommer mit Ende der ersten Augustdekade einen Gang hinunterschaltete. In der Jahresbilanz finden sich schließlich 33 heiße Tage, der letzte am 18. September, so spät wie nie zuvor. Bei der Mitteltemperatur landete der Sommer 2018 hauchdünn hinter 2003 – damals noch als Jahrhundertsommer eingestuft – auf Platz 2.

Die Folgen der langen Trockenheit – nie zuvor hatte es in den drei Sommermonaten so wenig geregnet – wurden nun mehr und mehr sichtbar. Auf den Feldern, die bereits bis auf den Mais Mitte Juli weitgehend abgeerntet waren, an Sträuchern und Laubbäumnen, die bereits an Herbst erinnerten und etwas abseits des öffentlichen Lebens auch in den Wäldern des Sollings, wo mittlerweile der Borkenkäfer dem durch Sturm vorbelasteten Nadelwald kräftig zusetzte. „Das Waldsterben ist zurück“ hieß es dann auch in einem TAH-Bericht im Herbst.

Der meteorologische Herbst von September bis November verschärfte die Lage weiter, auch diese drei Monate wiesen ein deutliches Niederschlagsdefizit aufgrund vorherrschender Hochdrucklagen auf. Und der Sommer gab sich noch lange nicht geschlagen, diverse Abschiedsgrüße erwiesen sich wiederholt als verfrüht, bis Mitte Oktober hielt der „Endlossommer“ noch durch. Erst am 15.10. wurde der letzte Tag über 25 Grad registriert – auch das so spät wie nie zuvor im Jahr – und zwei Tage später auch letztmals die 20-Grad-Marke überschritten. Doch trotz jeweils deutlich kühlerer Abschnitte in den letzten Monatsdekaden von September und Oktober lautete auch die Bilanz der ersten Novemberhälfte: sonnig und deutlich wärmer als üblich. Erst im Laufe des dritten Wochenendes vollzog sich eine markante und nachhaltige Umstellung: Die Temperaturen sanken auf jahreszeitübliche Werte, vorübergehend auch darunter inklusive der ersten Schneefälle, vor allem aber wurden Sonnenschein und Trockenheit abgelöst durch dichtes Gewölk und mit etwas Verzögerung ab Anfang Dezember auch endlich durch den dringend benötigten Regen, der nach und nach für eine Entspannung der Dürresituation sorgte, allerdings vorerst nur in den oberen Bodenschichten. Die Trockenheits- und Sonnenscheinrekorde des Jahres 1959 blieben somit unangetastet, während es mit den Temperaturen Anfang Dezember wieder aufwärts ging und der neue Jahresrekord schließlich nur noch Formsache war.

Was bleibt neben vielen erreichten und einigen nur knapp verpassten Rekorden? In dieser Häufung und Ausprägung dürfte 2018 ein Ausnahmejahr bleiben, gerade zusammen mit dem vorausgegangenen sehr nassen zweiten Halbjahr 2017 hat sich eine Wetterlagenabfolge abgespielt, deren Wiederholung äußerst unwahrscheinlich ist. Aber Klimaforscher warnen nicht erst seit diesem Jahr vor der Zunahme extremer Wettereignisse und das abgelaufene Jahr hat uns gezeigt, dass der Klimawandel keine ferne Zukunftsvision ist, sondern längst in der Gegenwart angekommen ist – auch in unserer Region.

jahresübersicht_2018_2323jahresdiagramm 1935-2018_ttjahresdiagramm 1935-2018_rrjahresdiagramm 1951-2018_shmonatsmittel_2018_2323

Jahresrückblick an der Station Silberborn: Viel Regen im Dezember…

… doch das Jahr 2018 war auch im Hochsolling viel zu trocken. Dazu war es das wärmste seit Messbeginn und eines der sonnigsten. Im Januar schien dabei zunächst alles wie „gehabt“: Es regnete bei Temperaturen oft deutlich über dem Gefrierpunkt und die Sonne ließ sich kaum blicken. Nach Monatsmitte wurde es zum einen vorübergehend kälter und es bildete sich für einige Tage eine Schneedecke aus, die am dritten Wochenende (20./21.01.) durchaus imposante Ausmaße mit bis zu 35 cm an der Station im Kurgarten und sogar 40 cm am westlichen Ortsrand annehmen konnte. Herausragendes Wetterereignis in diesen Tagen war aber Orkan Friederike am 18.01. – ab den Mittagsstunden fegte der Sturm über den Solling hinweg und verursachte dabei nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten sogar noch größere Schäden als Kyrill genau elf Jahre zuvor. Überhaupt hatte der Wald schwer zu leiden in diesem Jahr: Erst aufgeweichte Böden, die den Wurzeln kaum noch Halt gegen die Sturmgewalten bieten konnten, später dann die lang andauernde Trockenheit und schließlich Befall durch Borkenkäfer – das ganze Ausmaß der Schäden wird wohl erst im Laufe des ersten Halbjahres 2019 sichtbar werden.

Zwischen Februar und November war es wie im gesamten Land unter häufigem Hochdruckeinfluss oft sehr sonnig und es regnete kaum einmal nennenswert. Bis Ende November betrug das Niederschlagsdefizit schon fast 450 mm, bevor der Dezember dann noch etwas Linderung verschaffte. Kalt und mit vielen Schneedeckentagen verlief der Februar, der Monatswechsel zum März war die kälteste Phase des gesamten Jahres mit zehn Tagen Dauerfrost in Folge und sieben Nächten in Serie mit strengem Frost. Kältester Tag war der 28.02. mit einem Tagesmittel von -10,9 °C und einem Höchstwert von -8,3 °C. Der März brachte nach kurzer Milderung einen weiteren Spätwinterabschnitt mit Frost und Schnee nach Monatsmitte, bevor es zunächst etwas und dann deutlich wärmer wurde und bereits am 8. April erstmals die 20-Grad-Marke überschritten werden konnte – außergewöhnlich früh für diese Höhenlage.

Was danach folgte, wurde hier und an anderer Stelle bereits ausführlich dokumentiert und soll daher nur kurz zusammengefasst werden: Rekordwarme Monate im April und Mai, der zweitwärmste Sommer nach 2003 und das wärmste Sommerhalbjahr seit Messbeginn, neue Rekorde bei der Anzahl der meteorologischen Sommertage und bei den warmen Tagen, ungewöhnlich viel Sonnenschein und deutlich zu wenig Regen. Erst in der dritten Novemberdekade stellte sich die Großwetterlage dann nachhaltig um und brachte mit dem niederschlagsreichsten Monat des Jahres zumindest ein Stück Linderung für die Natur. Schnee wurde hingegen kaum gesichtet: Zwar reichte es zu Beginn der dritten Novemberdekade für die ersten Schneedeckentage, der Dezember brachte dann aber nur noch einen einzigen solchen Tag zustande – auch in Zeiten des Klimawandels ein für diesen Standort ungewöhnlich niedriger Wert.

2018_12_Übersicht_silberborn2018_12_diagramm_silberborn2018_jahresübersicht_silberborn2018_jahresverlauf monatsmitteltemperatur

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Endlich Regen… und der Winter lässt (noch) auf sich warten

Rückblick auf den Dezember 2018 an der DWD-Station Bevern

Nach zuvor zehn außergewöhnlich trockenen und meist sehr sonnigen Monaten in Folge stellte sich die Witterung zum Monatswechsel November/Dezember grundlegend um und brachte unserer Region die dringend benötigten Niederschläge. Diese fielen bei Temperaturen meist deutlich über dem Gefrierpunkt fast ausschließlich als Regen, Winterliebhaber mussten ihre Hoffnungen auf den ersten „richtigen“ Schnee der Saison ins neue Jahr verschieben. Aufgrund der regen Tiefdrucktätigkeit fand die Sonne kaum einmal größere Lücken in der Wolkendecke, und auch bei zwischenzeitlichem Hochdruck lag die Strömungsrichtung meist ungünstig und die Luft war zu feucht, als dass sich mal ein wirklich sonniger Tag hätte dazwischenmogeln können. So bilanziert der Dezember zum einen als trübster und nassester Monat des Jahres 2018, zum anderen war er deutlich wärmer als im Durchschnitt und brachte damit den neuen Jahrestemperaturrekord quasi spielend unter Dach und Fach – regional ebenso wie deutschlandweit.

Mit einer Mitteltemperatur von 5,0 °C wurde das Klimamittel der Jahre 1981-2010 an der DWD-Station in Bevern um 2,9 Grad übertroffen. Damit kam der Dezember nicht nur gefühlt, sondern auch gemessen weitgehend als November daher. Winterwetter mit Schnee bis in die Niederungen beschränkte sich auf ein paar Stunden am Mittag des 3. Advent, Frost gab es zwar häufiger an insgesamt neun Tagen, aber stets nur im leichten Bereich und das absolute Minimum lag bei gerade einmal – 2,1 °C.

Besonders mild war es in der ersten Dekade mit Höchstwerten über oder um zehn Grad bei vorherrschender Südwest- und Westströmung. Diese drehte dann unter auffrischendem Wind zum Ende der ersten Dekade auf Nordwest, was eine leichte Abkühlung zur Folge hatte, und einige Tage später dann vorübergehend auf Ost, was die kälteste Phase um die Monatsmitte nach sich zog. Festsetzen konnte sich der Winter jedoch nicht, denn anschließend setzten sich erneut atlantische Tiefausläufer durch und drängten den Einfluss des russischen Kontinentalhochs zurück. Weiter im Osten des Landes blieben die Temperaturen niedriger, dort tat sich die Milderung schwerer, ein Verlauf, wie er typisch für die Großwetterlage „Winkelförmige Westlage“ ist: Die Frontensysteme von Westen laufen gegen den Hochdruck im Osten an, schwächen sich dabei ab und lösen sich irgendwo über der Mitte des Landes auf – in der meteorologischen Umgangssprache wird diese Konstellation deshalb auch als „Frontenfriedhof“ bezeichnet.

Unsere Region landete auf der milden Seite und so stiegen die Tageshöchstwerte wieder auf bis zu13 Grad am Freitag vor Weihnachten an, auch das vierte Adventswochenende verlief mild, bevor es zum und am Heiligen Abend entgegen der häufig auftretenden Singularität Weihnachtstauwetter (das in diesem Jahr ohnehin fehl am Platze gewesen wäre, da es nichts zu tauen gab) mit einem Schwall subpolarer Luftmassen deutlich abkühlte. So lagen die Werte am Mittag des 24.12. an der Beveraner Station bei nur noch 1,7 °C – das war dann allerdings auch schon der tiefste Wert des ganzen Weihnachtsfestes, das zwar nicht so mild verlief wie es zwischenzeitlich in den Vorhersagen noch ausgesehen hatte, aber über das Stadium nasskalt auch nicht hinauskam. Mit anderen Worten: es regierte der mitteleuropäische Flachlandwinter mit grauem Himmel, etwas Regen und Temperaturen über Null – oder schlicht und einfach: Schmuddelwetter. Und daran sollte sich bis zum Monatsende auch nichts mehr ändern, außer dass die letzten drei Tage wieder deutlich milder wurden.

Durchatmen hieß es im letzten Monat des Jahres endlich in Sachen Trockenheit: Erstmals seit Januar wurden die klimatologischen Mittelwerte in der Region wieder überschritten. Es regnete häufig und zeitweise auch ergiebig, so dass die oberen Bodenschichten nach und nach wieder gut durchfeuchten konnten. In tieferen Schichten bleibt die Situation aber weiter angespannt. In Bevern fielen mit 115,3 mm gut 38% mehr als im Durchschnitt der Jahre 1981-2010.

Eine weitere Folge der vorherrschenden Tiefdrucktätigkeit war die sehr bescheidene Sonnenscheinbilanz des Monats: Nicht einmal 19 Stunden bzw. 55% des langjährigen Mittelwerts kamen im Dezember zusammen, lediglich an zwei Tagen ging es über die Marke von vier Stunden und an über der Hälfte der Tage war die Sonne überhaupt nicht zu sehen. So endete das Jahr 2018 wie es im Januar begonnen hatte: Sehr trüb und sehr nass bei deutlich überdurchschnittlichen Temperaturen mit zeitweiligem Sturm, wobei die Böen des Tiefs „Stina“ am Abend des 21.12. zwar längst nicht an die des Orkans Friederike heranreichten, an den (sehr frei gelegenen) Stationen des DWD mit Windmessung in der Umgebung aber immerhin Windstärken von Beaufort 8-9 in 10 m Höhe über Grund erreicht wurden.

dezember_Übersichtdezember_tmitdezember_tmax_histdezember 1934-2018_tempdezember 1934-2018_rrdezember 1934-2018_ssddezember_2018_tt+rr+ssd

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mehr Gold als Grau und viel zu trocken

Rückblick auf den November und den Herbst 2018 an der DWD-Station Bevern

Ein ganz anderes Gesicht als im extrem trüben Vorjahr präsentierte uns der November in diesem Jahr vor allem in der ersten Hälfte, die als Verlängerung des goldenen Oktobers den Kontrast zum tristen vergangenen Herbst noch einmal untermauern konnte. Die ersten zwei Wochen fielen zudem ungewöhnlich mild aus, bevor deutlich kältere Luft die Oberhand gewann und den Temperaturüberschuss noch ein ganzes Stück reduzierte. Zu Beginn der dritten Dekade meldete sich sogar der Winter mit ersten Schneefällen kurz zu Wort. Keine Entspannung gab es in Sachen Dürre: Das seit dem Frühjahr andauernde markante Niederschlagsdefizit setzte sich auch im dritten meteorologischen Herbstmonat ungebremst fort.

Mit einer Mitteltemperatur von 5,9 °C wurde das Klimamittel der Jahre 1981-2010 an der DWD-Station in Bevern um 0,6 Grad übertroffen. Der November war damit der bisher am „normalsten“ temperierte Monat des Jahres 2018, das mit vielen kräftigen Ausschlägen, meist zur warmen Seite hin aufgefallen war. Dass so ein arithmetischer Mittelwert aber nur wenig über den konkreten Verlauf eines Monats aussagt, zeigte sich in diesem November geradezu exemplarisch: So lagen die Höchstwerte an den ersten 14 Tagen durchweg im zweistelligen Bereich und an zwei Tagen wurden sogar neue Rekorde aufgestellt. Eine anschließende Umstellung der Wetterlage von zuvor vorwiegend südlichen hin zu östlichen Winden sorgte dafür, dass ab 20. tagsüber kaum mehr fünf Grad erreicht und nachts und morgens mehrfach Bodenfrost und leichter Luftfrost gemessen wurden.

Erst zum Monats- und Jahreszeitwechsel kam es zum Durchbruch der zuvor lange blockierten Westwindzirkulation, die mit einer erneuten Milderung an den letzten Novembertagen einherging. Ob sich diese Zonalisierung nun einmal nachhaltiger durchsetzen kann oder ob die Atmosphäre wieder in das meridional dominierte Zirkulationsmuster zurückfällt, wird eine der spannenden Fragen des Dezembers sein.

Im November jedenfalls setzte sich die markante Trockenheit weiter fort. Lediglich 21,2 mm kamen im gesamten Monat in Bevern zusammen, das entspricht nicht einmal 30% des langjährigen Mittels. Nach elf Monaten sind gerade einmal 384 mm gefallen, so wenig wie noch nie zu diesem Zeitpunkt seit Messbeginn 1934.

Wenden wir uns erfreulicheren Dingen zu: Häufiger Sonnenschein und teils strahlend blauer Himmel lockten vor allem in der ersten Monatshälfte ins Freie. Im Zusammenspiel mit den angesichts des Witterungsverlaufs der letzten Monate teils erstaunlich lange belaubten Bäumen ergaben sich farbenfrohe Fotomotive in der Weser-Solling-Region. Im Flusstal gab es morgens vereinzelt zäheren Nebel. Die Sonne zeigte sich dort rund 73 Stunden, dies entspricht etwas mehr als 165% des langjährigen Mittelwerts. Ab dem Ende der zweiten Dekade dominierte dann aber häufig die Farbe Grau das Himmelsbild – mit Verspätung zeigte sich nun also doch noch der „echte“ November.

Herbst 2018: Sonnig, mild und sehr trocken

Die Auswertung des meteorologischen Herbstes fällt wie folgt aus: Mit 10,53 °C wurde der Vorjahreswert von 10,47 °C um wenige Hundertstel und das 30-Jahres-Mittel der Periode 1981-2010 um 0,9 Grad übertroffen. Wir bilanzieren somit erneut den neuntwärmsten Herbst in der Klimareihe Holzminden/Bevern seit Beginn der Aufzeichnungen 1934. Die Trockenheit zeigt sich natürlich auch in dieser Statistik: Nur 78,9 mm kamen von September bis November zusammen, noch weniger Regen fiel nur 1937 und 1959. Das umgekehrte Bild bot sich beim Sonnenschein: Rund 407 Stunden wurden registriert, das ist mehr als doppelt soviel wie 2017, fast eineinhalb Mal soviel wie im 30-Jahres-Schnitt und einer der höchsten Werte seit Sonnenschein gemessen wird. Eine genauere Aussage lässt die Datenlage derzeit nicht zu, derzeit findet eine Überarbeitung der in früheren Jahren vor Ort und in der Umgebung gemessenen Werte statt, die in einigen Monaten abgeschlossen sein soll und eine verbesserte Einordnung der regionalen Sonnenscheinwerte ermöglichen wird.

Ein neuer lokaler Jahresrekord ist beim Sonnenschein dennoch unwahrscheinlich, während 2018 bei Temperatur und Trockenheit die bisherigen Rekorde der Jahre 2014 bzw. 1959 noch übertreffen kann. Das letzte Wort darüber spricht das Dezemberwetter.

November_ÜbersichtNovember_2018_TTNovember_2018_RR+SSDNovember_Tmit

November 1934-2018_TempNovember 1934-2018_RR

Herbst_2018_Übersicht

Datenbasis: DWD, teilweise bearbeitet

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

 

 

Mild, sonnig, sehr trocken und etwas Schnee

Rückblick auf den November und den Herbst 2018 an der Station Silberborn

An der privaten Wetterstation im Silberborner Kurgarten betrug die Novembertemperatur 4,7 °C und lag damit um 1,2 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1981-2010. Zehnmal wurde es nachts leicht frostig und der 20.11. schrammte nur knapp am Dauerfrost vorbei; dieser Dienstag brachte zudem die ersten Schneefälle ab den Mittagsstunden. Anders als in den Niederungen blieb der Schnee in den höheren Lagen des Sollings auch liegen, winterliche Straßenverhältnisse, auf die nicht alle vorbereitet waren, inklusive. Die Tage vom 21. bis 23. gingen mit einer morgendlichen Schneedecke von bis zu 5 cm als erste Schneedeckentage der Saison in die Statistik ein.

Die Niederschlagsmenge blieb mit 37,1 mm deutlich unter dem 30-Jahres-Durchschnitt von fast genau 100 mm im November, und auch die Jahresbilanz weist ein mittlerweile extremes Defizit auf: 564 mm fielen bisher, allein 150 davon im Januar, seit Februar fehlen gegenüber dem Klimamittel fast 500 (!) mm.
Dafür schien vor allem in der ersten Monatshälfte die Sonne ungewöhnlich oft und lange. Mit ca. 75 Stunden wurde das Klimamittel um fast zwei Drittel übertroffen.

Die Herbsttemperatur lag mit 9,2 °C um 1,4 Grad über dem Klimawert und 0,6 Grad über dem Vorjahr. Mit 103,6 mm fielen nur 36% des mittleren Niederschlags, gleichbedeutend mit dem zweittrockensten Herbst der Hochsolling-Messreihe nach 1959, als in Torfhaus 97,6 mm gemessen wurden. Die Sonne schien rund 412 Stunden lang und übertraf das Klimamittel um gut 53%.

 

2018_11_Übersicht_Silberborn

 

2018_Herbst_Übersicht_Silberborn

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

 

 

 

 

Der erste Schnee des Winters

… der ja noch ein Herbst ist, fiel ab den Mittagsstunden bis in die Niederungen. Doch während es im Wesertal noch nicht für eine weiße Landschaft reichte, bildete sich im Solling im Laufe des Nachmittags eine dünne Schneedecke aus. Bei -0,5 °C, gemessen an der Station im Silberborner Kurgarten gegen 14:15 Uhr, zuckerte es zunächst leicht an:

IMG_8740

Auch auf den Straßen, hier am Ortsausgang Silberborn Richtung B497, wurde es ab ca. 14:30 Uhr weiß:

IMG_8757

Doch bis der Winterdienst sich mit dem seit Tagen angekündigten Schneefall befasste, verging noch viel Zeit, so dass schließlich im Feierabendverkehr nach 16 Uhr ein LKW an einer Steigung auf der B497 zwischen Mühlenberg und Abzweig Silberborn auf ungeräumter und ungestreuter Straße liegenblieb. Zum Glück war die Polizei schnell vor Ort und regelte den Verkehr an der Gefahrenstelle:

IMG_8762

In Silberborn hatte sich zwischenzeitlich eine dünne Schneedecke ausbilden können:

IMG_8765

Damit gab es den ersten Wintergruß im Solling wie so häufig im Herbst. Im vergangenen Jahr fielen die ersten Flocken am 12. November vom Himmel, eine Schneedecke konnte sich damals aber noch nicht ausbilden. Anders 2016, als der erste Schnee der Saison in der Nacht zum 8. November gefallen war und gleich zu Beginn der Aufnahme der Wettermessungen im Kurgarten in Silberborn eine Schneedecke von 3 cm notiert werden konnte. Die verschwand zwar schon im Laufe des Tages wieder, an manchen Stellen konnten sich die Reste aber noch mehrere Tage in kalter Luft halten.
Noch deutlich eiliger hatte es der Winter vor drei Jahren: 2015 wurde mit dem 14. Oktober sogar einer der frühesten Schneefalltage seit Messbeginn registriert.

 

 

Sonnig, mild und (viel zu) trocken

Rückblick auf den Oktober 2018 in Silberborn

Auch im Hochsolling setzte sich die Serie der warmen und deutlich zu trockenen Monate mit viel Sonnenschein im Oktober fort. Anders als im inversions- und nebelanfälligen Wesertal konnte sich die höhenwarme Wetterlage, die weite Strecken des zweiten meteorologischen Herbstmonats dominierte, in den den Sollinghöhen deutlicher durchsetzen. So betrug die Monatsmitteltemperatur an der privaten Station im Silberborner Kurgarten 9,6 °C; die Abweichungen gegenüber den langjährigen Klimamittelwerten entsprachen mit +1,6 K (1981-2010) bzw. +1,7 K bezogen auf die ältere Referenzperiode von 1961-1990 fast genau jener des deutschen Gebietsmittels.
Mit acht Tagen mit einer Höchsttemperatur von über 20 Grad wurde ein deutlicher neuer Oktoberrekord in der Höchsolling-Messreihe aufgestellt, am wärmsten wurde es am 13. mit 23,8 °C. Die Nächte blieben durchweg frostfrei.

Das Warten auf Regen war wiederum meist vergeblich: Ganze 33,4 mm kamen an 13 Niederschlagstagen zusammen, das sind nicht einmal ganz 37% des Mittels der Jahre 1981-2010. Die Sonne zeigte sich mit ca. 144 Stunden um ziemlich genau die Hälfte länger als im vieljährigen Durchschnitt. Im weitgehend hochdruckdominierten Oktober spielte der Wind meist nur eine Nebenrolle, Ausnahmen waren Böen bis Stärke 8 am 23. und 24. sowie am 30., der in exponierten Lagen des Sollings sogar vereinzelte Böen der Stärke 9 gebracht haben dürfte.

IMG_5501

2018_10_Übersicht_Silberborn

Vom spätsommerlichen Gold zum tristen Grau

Rückblick auf den Oktober 2018 an der DWD-Station Bevern

Nach einem vorübergehend herbstlich kühlen Start setzte sich auch im Oktober die seit April anhaltende sehr warme, sonnige und trockene Witterung fort. Der sprichwörtlich goldene Oktober prägte die lokale Witterung bis zum Beginn der dritten Dekade, bevor ein Umschwung für einen sehr trüben, zunehmend kühlen und auch regnerischen Abschnitt sorgte, der aber die seit Monaten anhaltende Trockenheit kaum lindern konnte. Auch der Oktober schloss mit einem deutlichen Niederschlagsdefizit ab, dazu war es sonniger und wärmer als im langjährigen Durchschnitt, wobei der Temperaturüberschuss zum Monatsende hin wie schon im September noch ein ganzes Stück abgebaut wurde.

Mit einer Mitteltemperatur von 10,7 °C war es an der DWD-Station in Bevern um 1,0 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1981-2010. Damit brachte der Oktober die bisher geringste Abweichung vom langjährigen Klimawert im Jahr 2018, war also auf den ersten Blick am „normalsten“ temperiert. Doch hinter diesem Durchschnittswert verbergen sich ungewöhnliche Ausschläge im Monatsverlauf: Vor allem zu Beginn des zweiten Drittels deutlich hin zur warmen Seite, zum Monatsende dann zur kalten. Recht kühl und von dichten Wolken geprägt verliefen auch die ersten Tage, bevor sich ab dem 5. wieder warmes und sonniges Hochdruckwetter durchsetzen konnte, das seinen Höhepunkt durch Hoch „Viktor“ in der dritten Pentade fand, als täglich neue Tagesrekorde aufgestellt und die bisher spätesten meteorologischen Sommertage in der Region gemessen wurden, inklusive des neuen Monatsrekords von 27,3 °C.

Ein bemerkenswertes Randereignis bescherte der 16.10. der Region: Auch an diesem Tag waren Höchstwerte von über 20 Grad vorhergesagt, doch erreicht wurden nicht einmal 16 – zumindest nicht in Bevern, während in Silberborn, rund 320 m höher gelegen, über 18 °C gemessen wurden. Das ist im Herbst eigentlich nicht ungewöhnlich, sondern eher der Klassiker, wenn es zu einer höhenwarmen Wetterlage kommt, bei der sich wegen einer Inversion und ggf. Nebel im Wesertal die Wärme nicht mehr bis in die tiefe Grundschicht durchsetzen kann. Doch diesmal war es nicht Nebel, sondern ein nach durch Aufklaren kühler Nacht am Morgen aufziehendes Wolkenband, das die Temperaturen stark dämpfte – und dieses Wolkenband wurde zwar im Tagesverlauf immer schmaler, hielt sich jedoch über dem Wesertal hartnäckig bis zum späten Nachmittag, während sich drumherum längst die Sonne durchgesetzt und die Luft erwärmt hatte. So brachte der Blick auf die Tageshöchstwerte im Netz des Deutschen Wetterdienstes an diesem Abend ein außergewöhnliches Ergebnis: Von den fast 500 Klimastationen meldeten nur fünf einen noch niedrigeren Wert als Bevern – sämtlich Mittelgebirgs- und Berggipfelstationen mit Höhenlagen zwischen 887 und 2.964 m über NN. Dieser Tag trug mit dazu bei, dass die Temperaturabweichung vom lokalen Klimawert im Oktober in Bevern geringer ausfiel als im bundesweiten Durchschnitt – um immerhin 0,5 Grad, wie schon im September.

Sorgenkind blieb auch im Oktober die Niederschlagsbilanz: Zwar brachte der Wechsel hin zu wolkenreicher Witterung in der letzten Dekade erstmals seit Ende März/Anfang April sieben Tage mit Regen in Folge, aber die Mengen waren viel zu gering, um eine Entspannung der Dürre der letzten Monate in Gang zu bringen. Trügerisch ist dabei der Blick über Felder und Wiesen, die sich mittlerweile wieder überwiegend grün statt braun zeigen, denn nur in den oberen Schichten konnte das Defizit etwas abgebaut werden. In den tieferen Schichten bis 1,80 m Bodentiefe herrschte gemäß der Klassifizierung des Dürremonitors des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) auch Ende Oktober weiterhin die höchste Stufe „außergewöhnliche Dürre“ auch in unserer Region. Die Monatssumme erreichte mit 29,7 mm in Bevern nur knapp 46% des langjährigen Mittels von 1981-2010.

Die Sonnenscheindauer lag mit rund 140 Stunden trotz der wolkenreichen dritten Dekade um ca. 45% über den langjährigen Werten. Die Berechnung dieses nicht direkt vor Ort gemessenen Parameters fiel im Oktober etwas schwerer als sonst, da der Sensor an der nächstgelegenen Messstelle des DWD in Lügde-Paenbruch seit Monatsmitte defekt ist und seitdem keine Werte mehr liefert. Die ungleiche Verteilung zeigt ein Blick auf die Tagessummen: Die erste Monatshälfte steuerte mit 100 Stunden den Hauptanteil bei, und vom 11.-15. zeigte sich kaum ein Wolke am Himmel, so dass in diesen Tagen die jahreszeitbedingt noch möglichen knapp zehn Stunden Sonnenschein erreicht wurden. In scharfem Kontrast dazu brachten die neun Tage zwischen dem 22. und 30. ganze 2,4 Stunden zusammen. Trotz dieses zwischenzeitlichen Rückfalls auf 2017er-Niveau weist die Jahresbilanz nach zehn Monaten nun beeindruckende 1.805 Stunden aus.

Nach längerer Zeit machte sich am Monatsende auch der Wind wieder einmal bemerkbar: Ein von Süd nach Nord ziehendes kräftiges Tiefdruckgebiet verursachte am Abend des 30.10. stürmische Böen mit Stärke 8 bis in die Niederungen. Mit Abzug des Tiefs verschwanden in der Nacht zum 31. auch die dichten grauen Wolken und der Oktober 2018 verabschiedete sich zum Feiertag am Reformationstag so, wie er sich über weite Strecken gezeigt hatte: Sonnig und trocken.

Monatsübersicht_201810Oktober_2018_TTOktober_2018_RR+SSDOktober_TmitOktober_Tmax_hist

IMG_5549IMG_5525